G7-Staaten kĂŒndigen neue Sanktionen gegen Russland an
17.06.2026 - 06:35:01 | dpa.deIn einer ErklĂ€rung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Ăvian heiĂt es, man werde die Sanktionen verschĂ€rfen, auch im Ăl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und LuftverteidigungskapazitĂ€ten auszuweiten.
Mit dem Ausbau der UnterstĂŒtzung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstĂŒtzt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Zudem wird von einem "richtigen Zeitpunkt" nach dem US-Deal mit dem Iran zur Wiederöffnung der StraĂe von Hormus gesprochen.
Neben zusĂ€tzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der ErklĂ€rung auch zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung, um den kommenden Winter zu bewĂ€ltigen. DarĂŒber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen fĂŒr eine Steigerung der militĂ€rischen Produktion zu prĂŒfen.
Macron spricht von "strategischem Erwachen"
Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron bezeichnete den Gipfel als "Moment des strategischen Erwachens". Gemeinsam hÀtten sich die USA, Kanada, Japan und die EuropÀer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen, sagte er in einer Ansprache auf Instagram.
Bereits vor der Veröffentlichung des Textes hatten sich Gipfelteilnehmer wie Bundeskanzler Friedrich Merz sehr zufrieden mit den GesprÀchen zum Ukraine-Krieg gezeigt. Zum Auftreten von US-PrÀsident Donald Trump sagte Merz, er habe diesen "sehr kooperativ gesehen". Deswegen sei er zu einem gewissen Grad optimistisch, dass EuropÀer und Amerikaner nun zusammen alles unternehmen, um den Krieg zu beenden. Der Kanzler sprach von einem "Tag der Hoffnung" und sagte zur aktuellen Lage der Ukraine: "Das kann vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen."
Neben Trump und Merz nahmen an den Beratungen bei dem G7-Gipfel fĂŒhrender westlicher Demokratien in Frankreich die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, GroĂbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die EU-Spitzen teil. Der ukrainischen PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj war als Gast eingeladen.
