FriedensnobelpreistrÀgerin, Machado

FriedensnobelpreistrÀgerin Machado will Venezuelas PrÀsidentin werden

16.01.2026 - 15:53:10

Die venezolanische OppositionsfĂŒhrerin und FriedensnobelpreistrĂ€gerin MarĂ­a Corina Machado will PrĂ€sidentin des sĂŒdamerikanischen Landes werden.

"Ich will meinem Land dienen, wo ich am nĂŒtzlichsten bin", sagte die 58-JĂ€hrige in einem Interview des US-Fernsehsenders Fox News. "Ich glaube, ich werde zur PrĂ€sidentin von Venezuela gewĂ€hlt, wenn die Zeit reif ist."

Nach der Ergreifung des autoritÀren Staatschefs Nicolås Maduro durch US-Elitesoldaten vor knapp zwei Wochen hatte Machado zunÀchst die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo Gonzålez Urrutia als Nachfolger gefordert. Der 76-jÀhrige Ex-Diplomat hatte nach Auffassung der Opposition und internationalen Beobachtern die PrÀsidentenwahl 2024 eigentlich gewonnen.

Machado ist starke Frau der venezolanischen Opposition

Trotz der BetrugsvorwĂŒrfe ließ sich Maduro fĂŒr eine dritte Amtszeit vereidigen und GonzĂĄlez ging nach Spanien ins Exil. Treibende Kraft hinter seiner Kampagne war schon damals die wesentlich populĂ€rere Machado, die allerdings wegen angeblicher UnregelmĂ€ĂŸigkeiten nicht nur Wahl antreten durfte.

Trump hegt Zweifel an Machados RĂŒckhalt in Venezuela

US-PrĂ€sident Donald Trump scheint in Venezuela derweil auf KontinuitĂ€t zu setzten und bezeichnete die neue geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez - eine enge Vertraute von Maduro - als großartige Person. Machado fehle die UnterstĂŒtzung und der Respekt in Venezuela, um das Land zu fĂŒhren, sagte er kurz nach dem US-Angriff auf Caracas.

Am Freitag besuchte Machado Trump im Weißen Haus und ĂŒberreichte ihm ihre Nobelpreismedaille mit einer Widmung, die den Einsatz des US-PrĂ€sidenten fĂŒr die Freiheit Venezuelas wĂŒrdigte. Zeitgleich bekrĂ€ftigte die US-Regierung, dass sie bei ihrer EinschĂ€tzung zum mangelnden RĂŒckhalt von Machado in Venezuela bleibe.

@ dpa.de