Verbraucherzentrale warnt vor Fake-Profilen
08.09.2025 - 11:12:20Kriminelle wĂŒrden zunehmend prominente Persönlichkeiten in gefĂ€lschten Accounts auftreten lassen, um Vertrauen und SeriositĂ€t vorzutĂ€uschen, teilte die Verbraucherzentrale mit.
"Besonders hĂ€ufig werden gefĂ€lschte Profile oder Promi-Zitate im Zusammenhang mit Finanzangeboten, aber auch im Bereich Gesundheits- und Lifestyleprodukte eingesetzt", hieĂ es. Dabei wĂŒrden dann vermeintlich lukrative Finanzprodukte oder angeblich revolutionĂ€re Gesundheitsmittel beworben.
Die Verbraucherzentrale rĂ€t zu besonderer Vorsicht bei Profilen mit auffĂ€lligen Schreibweisen im Name oder fehlenden Informationen. Warnsignale seien auch ĂŒberzogene Gewinnversprechen oder Aufforderungen, Geld auf unbekannte Konten zu ĂŒberweisen.
Woran erkennt man Fake-Profile?
Laut Verbraucherzentrale gibt es einige Hinweise:
* Der Account besteht erst seit kurzer Zeit
* Der Profilname enthÀlt Zeichen und Nummern
* Ungewöhnliche Reaktionszeiten und wenig ProfilaktivitÀt
Betroffene sollten Fake-Profile bei der Plattform melden, die Kommunikation abbrechen und im Zweifel Anzeige erstatten.
Beispiel in Hessen
In Hanau hatte zuletzt ein Fake-Account des OberbĂŒrgermeisters Claus Kaminsky (SPD) fĂŒr Aufsehen gesorgt. Das Profil "clauskaminsky1", spĂ€ter "clauskaminskya", gab sich laut Verbraucherzentrale als offizieller Auftritt des Stadtoberhaupts aus und lockte Nutzer in angebliche WhatsApp-Investitionsgruppen. Dort sollten gegen Zahlungen Tipps fĂŒr Geldanlagen weitergegeben werden. Die Stadt Hanau warnte umgehend vor der Masche.
"Gerade in sozialen Netzwerken, Messenger-Diensten, Videoplattformen und auf dubiosen Internetseiten haben wir es dabei immer hÀufiger mit KI-generierten, tÀuschend echt wirkenden FÀlschungen von Audio-, Bild- oder Videoinhalten - sogenannten Deepfakes - zu tun", erklÀrten die Experten der Verbraucherzentrale. Die Technik werde zudem nicht nur besser, sondern auch leichter zugÀnglich.

