Verizon, US92343V1044

Die Verizon-Communications-Aktie zeigt nach starken Zahlen stabile Entwicklung

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 12:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Verizon-Communications-Aktie steht nach soliden Quartalszahlen und hohen Investitionen ins 5G-Netz im Fokus defensiver Telekom-Anleger. Der US-Konzern verbindet stabile Cashflows mit Dividendenstärke und konkreten Wachstumsimpulsen im Mobilfunkgeschäft.

Isometrische 3D-Illustration eines Rechenzentrums mit blauen LED-beleuchteten Serverracks, Netzwerkkabeln und Kontrollraum, markenneutral
Verizon US92343V1044 – isometrische 3D-Illustration eines modernen Rechenzentrums mit blauen LED-beleuchteten Serverreihen innen, Illustration mit AI erstellt.

Verizon Communications Inc. (ISIN US92343V1044) hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 134 Milliarden US-Dollar erzielt und unterstreicht damit seine Rolle als einer der größten Telekommunikationskonzerne weltweit. Laut Geschäftsbericht für 2023 lag der bereinigte Gewinn je Aktie (adjusted EPS) bei etwa 4,71 US-Dollar für das Gesamtjahr 2023, während der ausgewiesene Gewinn je Aktie im Bereich von 4,50 US-Dollar lag. Im Vergleich zu 2022, als Verizon einen Umsatz von etwa 136 Milliarden US-Dollar und ein EPS von rund 4,96 US-Dollar meldete, zeigt sich damit ein moderater Rückgang, der vor allem auf Wettbewerbsdruck und hohe Netzwerk-Investitionen zurückgeführt wird. Für Anleger zählen bei der Verizon-Communications-Aktie insbesondere die Kombination aus planbaren Cashflows, hoher Dividendenrendite und der langfristigen Nachfrage nach mobilen Daten.

Quartalszahlen und Entwicklung im Kerngeschäft

Im vierten Quartal 2023 erzielte Verizon laut eigenen Angaben einen Umsatz von rund 35 Milliarden US-Dollar, was leicht unter dem Vorjahreswert von rund 35,3 Milliarden US-Dollar lag. Der bereinigte Gewinn je Aktie im Schlussquartal 2023 bewegte sich im Bereich von 1,08 bis 1,10 US-Dollar, gegenüber rund 1,19 US-Dollar im vierten Quartal 2022. Damit ging der Quartalsgewinn im Jahresvergleich um rund 7 bis 10 Prozent zurück, was den intensiven Wettbewerb im US-Mobilfunkmarkt und die gestiegenen Betriebskosten widerspiegelt. Zugleich stieg die Zahl der Postpaid-Mobilfunkkunden im Consumer-Segment 2023 im Vergleich zu 2022 leicht an; Verizon meldete für das Gesamtjahr ein Plus im niedrigen Millionenbereich. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass der Konzern trotz Gegenwind seine Kundenbasis ausbauen konnte und damit die Grundlage für künftiges Umsatzwachstum im Datengeschäft legt.

Besonders wichtig für die Ertragskraft ist das Segment „Verizon Consumer Group“, das im Jahr 2023 rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes beisteuerte. Nach Angaben des Unternehmens lagen die Service-Umsätze im Mobilfunkbereich 2023 im mittleren zweistelligen Milliardenbereich, wobei die durchschnittlichen Erlöse pro Kunde durch höherpreisige Tarife und zusätzliche Dienste stabil gehalten werden konnten. Die operative Marge im Consumer-Geschäft blieb trotz des Wettbewerbsdrucks prozentual im Bereich des hohen Zehner- bis niedrigen Zwanzigerprozents, was auf eine konsequente Kostenkontrolle und Skaleneffekte im Netzbetrieb hinweist. Für langfristig orientierte Investoren ist diese Marge entscheidend, weil sie Spielraum für Dividendenzahlungen und Investitionen lässt.

5G-Investitionen und Netzqualität als Wettbewerbsfaktor

Verizon hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau seines 5G-Netzes investiert. Laut Unternehmensangaben lagen die gesamten Investitionsausgaben (Capex) 2023 im Bereich von rund 18 Milliarden US-Dollar, nach mehr als 23 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022, als das Unternehmen große Teile der sogenannten C-Band-Frequenzen erschloss. Damit sanken die Capex im Jahresvergleich um grob 20 bis 25 Prozent, während gleichzeitig die Netzabdeckung und Kapazität deutlich erhöht wurden. Die C-Band-Investitionen sollen bis Ende der Dekade zu einem spürbaren Anstieg der Datennutzung und damit auch zu höheren Service-Umsätzen führen. Für Anleger bedeutet dies, dass ein Teil der Belastung aus hohen Investitionsphasen bereits hinter dem Unternehmen liegt, während der Ertrag aus diesen Projekten in den kommenden Jahren zunehmend sichtbar werden dürfte.

Die Netzqualität ist ein zentraler Differenzierungsfaktor im US-Mobilfunkmarkt. Verizon verweist in seinen Unterlagen regelmäßig auf externe Testberichte und Studien, in denen der Konzern bei Netzabdeckung und Verbindungsqualität häufig vordere Plätze belegt. Diese Positionierung ist wichtig, weil sie höhere Durchschnittserlöse pro Nutzer (ARPU) und eine geringere Abwanderungsquote (Churn) ermöglicht. Laut Unternehmensangaben bewegte sich die monatliche Postpaid-Churn-Rate 2023 im Bereich von deutlich unter 1 Prozent, was im internationalen Vergleich sehr niedrig ist. Eine geringe Abwanderungsquote stabilisiert den Cashflow und reduziert die Kosten für die Neukundengewinnung, was wiederum die operative Marge stützt.

Finanzkennzahlen, Cashflow und Dividende

Verizon generiert traditionell einen hohen operativen Cashflow, der weit über dem Niveau vieler anderer Telekomkonzerne liegt. Für das Geschäftsjahr 2023 meldete der Konzern einen Net Cash from Operating Activities im Bereich von rund 37 bis 40 Milliarden US-Dollar, nach etwa 39 bis 41 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Der freie Cashflow (Free Cash Flow) nach Investitionen lag 2023 im Bereich von 17 bis 18 Milliarden US-Dollar und damit leicht über dem Vorjahreswert, was vor allem an den leicht gesunkenen Investitionsausgaben lag. Dieser Zuwachs beim Free Cash Flow verschafft Verizon mehr Flexibilität, um sowohl die Verschuldung zu reduzieren als auch die Dividende zu finanzieren.

Die Dividende ist ein zentraler Aspekt der Verizon-Communications-Aktie. Der Konzern hat seine Dividende über viele Jahre hinweg nicht gesenkt, sondern tendenziell regelmäßig moderat angehoben. Für das Geschäftsjahr 2023 zahlte Verizon je Aktie eine Dividende von rund 2,61 US-Dollar, verteilt auf vier Quartalszahlungen, nach rund 2,56 US-Dollar im Jahr 2022. Damit wurde die Dividende um gut 2 Prozent erhöht. Bei einem angenommenen Aktienkurs im mittleren 30-US-Dollar-Bereich ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von deutlich über 7 Prozent. Diese hohe Rendite macht die Aktie besonders für einkommensorientierte Anleger attraktiv, die Wert auf regelmäßige Ausschüttungen legen.

Die Nettofinanzverschuldung ist für Telekommunikationsunternehmen ein kritischer Faktor. Verizon wies zum Jahresende 2023 langfristige Schulden (Long-Term Debt) im Bereich von rund 135 Milliarden US-Dollar aus, was im Vergleich zum Jahresende 2022 in etwa stabil ist. Gemessen am EBITDA liegt die Verschuldungsquote bei einem Vielfachen von rund 2,5 bis 3,0. Der Konzern verfolgt das Ziel, diese Quote mittelfristig weiter zu reduzieren, um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen und das Kreditrating zu stabilisieren. Ein investment-grade Rating ist für Verizon wichtig, weil es günstige Finanzierungskonditionen für weitere Netz- und Frequenzinvestitionen sichert.

Ausblick und mittelfristige Ziele

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat Verizon im Rahmen seiner Prognose eine stabile bis leicht steigende Entwicklung der Service-Umsätze im Mobilfunkgeschäft in Aussicht gestellt. Das Unternehmen rechnet mit einem Wachstum der Mobilfunk-Serviceerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich, getragen von höheren Datennutzungen, Preisanpassungen und zusätzlichen Services. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Verizon eine Spanne von leicht unter bis leicht über dem Vorjahreswert, also ungefähr im Bereich von 4,50 bis 4,80 US-Dollar. Damit würde der Konzern seinen Gewinn stabilisieren oder leicht steigern, sofern die Kostenseite im Griff bleibt.

Ein wesentlicher Treiber für die mittelfristige Entwicklung sind Unternehmens- und Geschäftskunden im Bereich der „Verizon Business Group“. Dieses Segment profitiert von der zunehmenden Digitalisierung, dem Ausbau privater 5G-Netze und vom Bedarf nach sicheren Datenverbindungen. Laut den Angaben im Geschäftsbericht steuerte die Business-Sparte 2023 einen Umsatz im hohen zweistelligen Milliardenbereich bei, wobei sich der Trend zu wiederkehrenden Vertragsumsätzen fortsetzt. Der Anteil dieser wiederkehrenden Erlöse sorgt für eine höhere Planbarkeit des Cashflows und reduziert die Abhängigkeit von einmaligen Hardwareverkäufen.

Im Umfeld des Kapitalmarkts gilt Verizon als defensiver Wert, der im Vergleich zu wachstumsstarken Technologiewerten eine geringere Kursvolatilität aufweist. Die Aktie reagiert dennoch sensibel auf Zinsentwicklungen, weil die Dividendenrendite im Wettbewerb mit Anleiherenditen steht. Steigen die Renditen von US-Staatsanleihen, kann dies kurzfristig Druck auf dividendenstarke Aktien ausüben. Langfristig dürfte aber die strukturelle Nachfrage nach mobilen Daten, Streaming und Cloud-Diensten dafür sorgen, dass Netzbetreiber wie Verizon ihre Kapazitäten weiter ausbauen und damit ihre Umsatzbasis stabil halten.

Consumer-Mobilfunk und Festnetzangebote

Verizon erzielt einen Großteil seiner Erlöse mit Mobilfunkkunden im Privatkundenbereich. Das Unternehmen bietet verschiedene Postpaid- und Prepaid-Tarife an, die Datenvolumen, Sprachminuten und Zusatzdienste wie Streaming-Bundles kombinieren. Laut Unternehmensunterlagen lag die Zahl der Consumer-Postpaid-Accounts 2023 im hohen zweistelligen Millionenbereich, mit einem leichten Plus gegenüber 2022. Diese breite Kundenbasis ist ein wichtiger Stabilitätsanker und verschafft Verizon Skaleneffekte bei Netzbetrieb, Vertrieb und Kundenservice.

Über das reine Mobilfunkgeschäft hinaus spielt das Festnetz-Breitbandangebot „Fios“ eine Rolle. Fios bietet Glasfaserinternet und TV-Dienste in ausgewählten Regionen der USA. Laut Angaben im Bericht 2023 lag die Zahl der Fios-Internetkunden im mittleren einstelligen Millionenbereich, mit einem moderaten Zuwachs gegenüber 2022. Fios trägt damit zwar nur einen kleineren Teil zum Gesamtumsatz bei, stärkt aber die Kundenbindung, weil Haushalte mehrere Dienste aus einer Hand beziehen. Für Investoren ist Fios vor allem interessant, weil Glasfaseranschlüsse mittel- bis langfristig höhere Bandbreiten ermöglichen und damit zusätzliche Erlöse über Premiumtarife und Zusatzdienste generieren können.

Produkt-Schwerpunkt: 5G-Mobilfunktarife von Verizon

Ein repräsentatives Produkt für das Geschäftsmodell von Verizon sind die 5G-Mobilfunktarife für Privatkunden in den USA. Diese Tarife kombinieren unbegrenzte Sprach- und SMS-Leistungen mit großen oder unbegrenzten Datenvolumina und nutzen die neue 5G-Netzinfrastruktur, um höhere Übertragungsraten und geringere Latenzen zu bieten. Verizon betont, dass über sein 5G Ultra Wideband Netz bereits weit über 200 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten erreicht werden, was im Vergleich zu den Anfangsjahren des 5G-Rollouts einen deutlichen Ausbau darstellt. Die Tarife werden häufig mit Streaming-Diensten, Cloud-Speicher oder Sicherheitsfeatures gebündelt, was zusätzliche Erlösquellen erschließt. Für Anleger ist dieses Produktsegment deshalb wichtig, weil es direkt mit den hohen 5G-Investitionen verbunden ist und mittelfristig einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum der Service-Umsätze leisten soll.

Kurs und Marktbewertung der Verizon-Communications-Aktie

Die Verizon-Communications-Aktie ist primär an der New York Stock Exchange gelistet und wird in US-Dollar gehandelt. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt im Bereich von deutlich über 150 Milliarden US-Dollar, gemessen an einer Aktienanzahl im hohen Milliardenbereich und einem Kurs im Bereich von grob 35 bis 40 US-Dollar je Anteilsschein. Damit gehört Verizon zu den größeren Schwergewichten im S&P-500-Index und zählt im Telekomsektor zu den globalen Top-Werten. Auf Basis des bereinigten Gewinns je Aktie 2023 von rund 4,71 US-Dollar ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis im Bereich von knapp 8 bis 9, was im internationalen Vergleich als moderat gilt und auf eine defensive Bewertung schließen lässt.

Für Anleger, die in der Verizon-Communications-Aktie engagiert sind oder ein Engagement prüfen, spielen neben der Bewertung auch die Ausschüttungspolitik und die Verschuldung eine Rolle. Die hohe Dividendenrendite von deutlich über 7 Prozent macht die Aktie vor allem für einkommensorientierte Investoren interessant, die regelmäßige Auszahlungen bevorzugen. Gleichzeitig verlangt das hohe Schuldenniveau, dass der Konzern seine Free-Cash-Flow-Ziele erreicht und die Verschuldungsquote mittelfristig weiter senkt. Gelingt dies, könnte die Kombination aus attraktiver Ausschüttung und allmählich sinkender Verschuldung die Basis für eine stabile bis leicht steigende Kursentwicklung bilden.

Verizon-Communications-Aktie - Kennzahlen im Überblick

  • Unternehmen: Verizon Communications Inc.
  • ISIN: US92343V1044
  • Ticker: VZ
  • Handelsplatz: New York Stock Exchange (NYSE)
  • Kurs (Stand 31.12.2023, 22:00 Uhr): ca. 38,00 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: ca. 160 Milliarden US-Dollar (Stand 31.12.2023)
  • Sektor / Branche: Telekommunikation / integrierte Netzdienste
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: 22.10.2024 oder nicht offiziell terminiert

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