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Europa Schluss: VerschÀrfter Nahost-Konflikt löst Kursrutsch aus

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 18:15 Uhr, dpa.de

Die VerschÀrfung des Konflikts im Nahen Osten hat zur Wochenmitte schwer auf den europÀischen Aktienbörsen gelastet.

Der jĂŒngste Höhenflug der Kurse könnte somit erst einmal beendet sein. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 bĂŒĂŸte am Mittwoch 1,82 Prozent auf 6.204,91 Punkte ein. Er fiel damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni zurĂŒck. Vom Rekordhoch am Montag ist der Index damit um fast vier Prozent gesunken.

Nach der jĂŒngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-PrĂ€sident Donald Trump mit weiteren Angriffen gedroht. Das US-MilitĂ€r habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht "hart getroffen" und "wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen", sagte er bei einem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.

Außerhalb des Euroraums verlor der schweizerische SMI CH0009980894 1,30 Prozent auf 14.174,35 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 fiel um 1,66 Prozent auf 10.489,04 ZĂ€hler . Spanische Aktien litten zudem unter Drohungen des US-PrĂ€sidenten auf dem Nato-Gipfel, jeglichen Handel mit Spanien einzustellen. Der spanische Ibex-Index ES0SI0000005 bĂŒĂŸte daraufhin fast drei Prozent ein.

Die Entwicklung der einzelnen Sektoren erinnerte an den Höhepunkt des Iran-Konflikts im ersten Börsenhalbjahr. Die von der Konjunktur und den Energiepreisen abhÀngigen Sektoren standen unter Druck, defensive Branchen wie Versorger EU0009658962 und Telekommunikation EU0009658947 hielten sich weit besser.

Der Öl- und Gassektor legte angesichts stark steigender Energiepreise um knapp zwei Prozent zu. Kurz vor Börsenschluss stieg der Brent-Ölpreis ĂŒber die Marke von 80 US-Dollar. Aktien von Eni IT0003132476 lagen mit plus 3,7 Prozent an der Spitze des EuroStoxx 50 EU0009658145. Papiere von Totalenergies FR0000120271 legten um 2,3 Prozent zu. In London zeigten BP GB0007980591 und Shell GB00BP6MXD84 ebenfalls StĂ€rke.

Zu den schwĂ€chsten Sektoren zĂ€hlten die Automobilbauer EU0009658681 und damit eine sowohl von den Ölpreisen als auch von funktionierenden Lieferketten abhĂ€ngige Branche. So verloren Renault FR0000131906 gut vier und Stellantis NL00150001Q9 5,8 Prozent.

Technologiewerte hielten sich dagegen trotz schwacher Vorgaben der US-Halbleiterwerte und wachsender Zweifel am Boom der KĂŒnstlichen Intelligenz einigermaßen. Grund dafĂŒr war die vergleichsweise solide Entwicklung des Halbleiterschwergewichts ASML NL0010273215. Dessen Aktien gewannen 1,3 Prozent.

Papiere des Medienkonzerns Vivendi FR0000127771 brachen um fast zwölf Prozent ein. Ein Gericht in Frankreich entschied, dass der GroßaktionĂ€r Vincent BollorĂ© und der Mischkonzern BollorĂ© keine faktische Kontrolle ĂŒber Vivendi ausĂŒben. Damit mĂŒssten die großen Anteilseigner den MinderheitsaktionĂ€ren kein Kaufangebot unterbreiten, hieß es im Handel.

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