Vom Iran unterstützte Rebellen greifen erneut Hafenstadt im Jemen an
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 05:51 Uhr | dpa.deDie Armee teilte am späten Abend auf der Plattform X mit, die Huthi-Miliz habe ballistische Raketen und Drohnen auf ein Wohnviertel der von der Regierung kontrollierten Stadt geschossen. Die Luftabwehr habe einige Drohnen abgefangen.
Bei einem Angriff der Miliz zuvor seien sieben Zivilisten und Militärangehörige getötet und weitere Menschen verletzt worden, teilte die Armee weiter mit. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte auf der Plattform Telegram, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen und Waffenlagern in der Stadt gegolten. Mokka liegt nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer bildet.
Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit Jahren gegen die Huthi-Miliz. Diese hatte den Jemen, ein armes Land auf der Arabischen Halbinsel, 2014 förmlich überrannt und in einen Bürgerkrieg gestürzt. 2022 trat in dem Konflikt eine Waffenruhe in Kraft, kleinere Gefechte gab es allerdings weiterhin.
Konflikt spitzt sich wieder zu
Im Zuge des Iran-Kriegs spitzte sich der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz zuletzt erneut zu, unter anderem mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa. Jüngst griffen die Huthi auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zu Kurswechseln. In der Nacht zu Freitag hatten die Islamisten auch Ziele in Saudi-Arabien attackiert, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt.
