ROUNDUP, Rhein

Rhein warnt vor SteuerausfĂ€llen fĂŒr LĂ€nder durch Reform

02.07.2026 - 17:15:41 | dpa.de

Die von CDU und SPD auf Bundesebene geplante Reform der Einkommensteuer darf Sicht von Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein nicht zu SteuerausfĂ€llen der BundeslĂ€nder fĂŒhren.

"Die LÀnder können jedenfalls keine weiteren AusfÀlle verkraften", sagte der CDU-Politiker der "Welt". "Selbst in einem starken Land wie Hessen geht es mittlerweile nicht mehr ums Wollen, sondern ums Können."

Die Koalition in Berlin hatte sich auf eine Reform der Einkommensteuer zum 1. Januar 2027 geeinigt. Insbesondere geringe und mittlere Einkommen sollen entlastet werden, insgesamt geht es um einen Betrag von rund 10 Milliarden Euro pro Jahr. Die Bundesregierung ist bei der Reform auf die Zustimmung im Bundesrat angewiesen.

Die Koalition sagte nun zu, dass der Bund SteuerausfĂ€lle von LĂ€ndern und Kommunen ausgleicht - die ĂŒber die verfassungsrechtlich vorgeschriebene Erhöhung des Grundfreibetrages und des Kinderfreibetrages respektive des Kindergeldes hinausgehen und abzĂŒglich von Einnahmeverbesserungen fĂŒr LĂ€nder und Kommunen aus steuerlichen Maßnahmen.

Rhein sagte in dem "Welt"-Interview, man werde sich sehr genau anschauen, was auf die LĂ€nder zukomme. "Jetzt liegen die konkreten SteuerplĂ€ne des Bundes auf dem Tisch, die prĂŒfen wir jetzt. Klar ist: Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten."

Die Koalition sei einigungs- und handlungsfĂ€hig, sagte Rhein zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses. "Das Paket ist gut und zeigt, dass es in Deutschland mit den Reformen weiter vorangeht." BĂŒrokratieabbau, VerschĂ€rfungen bei Krankschreibungen und Flexibilisierungen am Arbeitsmarkt seien "wichtige Signale fĂŒr mehr Wirtschaftswachstum,"/hus/DP/jha

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