Ifo: Tiefpunkt der Krise in der Chemie scheint ĂŒberwunden
16.04.2024 - 12:09:15Das GeschĂ€ftsklima in der Branche habe sich im MĂ€rz weiter aufgehellt, teilte das Ifo am Dienstag mit. "Die Auftragslage der Chemiebranche lĂ€sst zwar noch zu wĂŒnschen ĂŒbrig, doch der Tiefpunkt der Krise scheint ĂŒberwunden zu sein", sagte Branchenexpertin Anna Wolf.
Das GeschĂ€ftsklima fĂŒr die Chemie stieg auf minus 10,5 Punkte, nach minus 15,5 Punkten im Februar. Dabei verbesserten sich die GeschĂ€ftserwartungen stark: Dieser Indikator stieg von minus 14,9 Punkten auf minus 2,9 Punkte.
Die Chemieunternehmen hĂ€tten im Februar krĂ€ftige ProduktionszuwĂ€chse von preisbereinigt 4,6 Prozent gegenĂŒber Januar verzeichnet, schrieb das Ifo unter Verweis auf Daten des Statistischen Bundesamts. Auch im MĂ€rz seien die ProduktionsplĂ€ne in der Chemie expansiv gewesen. Der BeschĂ€ftigungsabbau in der Branche habe sich verlangsamt. "Nachfrageimpulse erwarten die Chemieunternehmen vor allem vom Export."
Die Chemie- und Pharmabranche ist Deutschlands drittgröĂte Industriebranche nach dem Auto- und Maschinenbau. Ihr macht neben den gestiegenen Energiepreisen die schwache Konjunktur zu schaffen. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz laut dem Verband der Chemischen Industrie um gut zwölf Prozent auf 229,3 Milliarden Euro. Am Montag begannen mit GesprĂ€chen auf regionaler Ebene Tarifverhandlungen fĂŒr die rund 585 000 BranchenbeschĂ€ftigten.

