EU-Kommissar: 'Schwerste Energiekrise aller Zeiten'
05.05.2026 - 12:14:14 | dpa.de"Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten haben die Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union bereits ĂŒber 30 Milliarden Euro mehr fĂŒr Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben - ohne dafĂŒr zusĂ€tzliche Lieferungen zu erhalten", sagte er in BrĂŒssel.
Etwa ein FĂŒnftel des weltweit gehandelten Ăls und FlĂŒssiggases wird normalerweise durch die StraĂe von Hormus transportiert. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran hat Teheran den Schiffsverkehr durch diese Engstelle durch Drohungen und Angriffe praktisch zum Erliegen gebracht, wĂ€hrend Washington eine Seeblockade gegen Schiffe verhĂ€ngt hat, die iranische HĂ€fen anlaufen oder verlassen. Zudem wurden in den vergangenen Monaten Energieproduktionsanlagen in mehreren Golfstaaten durch iranische Angriffe beschĂ€digt.
EU bereitet sich auch auf mögliche VersorgungsengpÀsse vor
Nach einem Kriegsende werde es voraussichtlich Jahre dauern, bis die Gasproduktion in der Region wieder normal laufe, sagte JĂžrgensen. Die EU bereite sich auch auf mögliche VersorgungsengpĂ€sse vor, insbesondere bei Flugkraftstoff. Er verwies auf die neue Beobachtungsstelle der EU, die Daten zum vorhandenen Flugtreibstoff sammelt. So wolle man auch erkennen, falls politische MaĂnahmen zur Koordinierung und Umverteilung nötig wĂŒrden, sagte der Politiker. "Wir hoffen, dass es nicht zu einer Situation kommt, in der dies notwendig wird, aber wir bereiten uns darauf vor."
Zuletzt hatte der Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 eine Energiekrise in Europa verursacht. Damals war es zu VersorgungsengpÀssen und massiven Preisanstiegen gekommen.
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