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Online-KriminalitÀt: Steigende SchÀden durch falsche Kunden

16.04.2025 - 06:08:57

Die weltweite Welle des Online-Betrugs wird nach EinschÀtzung von Cyberexperten in den kommenden Jahren noch an Wucht und Dynamik gewinnen.

Einer wachsenden Zahl von TÀtern gelingt es demnach, ihre wahre IdentitÀt hinter erfundenen Persönlichkeiten zu verbergen.

"Synthetische IdentitĂ€ten sind international ein wachsender Trend", sagt Stephen Topliss, Fachmann fĂŒr Betrug und IdentitĂ€t beim US-Cybersicherheitsdienstleister Lexis Nexis Risk Solutions.

Die Cyberfachleute des RĂŒckversicherers Munich Re DE0008430026 gehen von weiter steigender "Schadenfrequenz" aus, nicht zuletzt, weil kĂŒnstliche Intelligenz auch CybertĂ€tern die kriminellen GeschĂ€fte erleichtert. Der Handelsverband Deutschland berichtet von steigendem Betrugsrisiko fĂŒr seine Unternehmen.

Der Rohstoff erfundener IdentitÀten: Datenlecks

"Die TĂ€ter kombinieren ĂŒblicherweise eine erfundene IdentitĂ€t mit realen Daten: echte Kreditkartennummern, Postadressen, Mailkonten oder Telefonnummern, in den USA auch hĂ€ufig gestohlene Sozialversicherungsnummern", sagt Topliss. Die Daten stammen aus Datenlecks und werden im Darkweb gehandelt.

Gestohlene echte IdentitĂ€ten fĂŒr die TĂ€ter riskanter

Eine gestohlene echte IdentitĂ€t birgt fĂŒr Kriminelle das Risiko, dass der dazugehörige Mensch schnell bemerkt, wenn in seinem Namen eingekauft oder Geld ĂŒberwiesen wird. "FĂŒr OnlinehĂ€ndler ist der technische und finanzielle Aufwand, KundenidentitĂ€ten zu verifizieren und BetrĂŒger auszusieben, in den letzten Jahren deutlich gestiegen", sagt ein Sprecher des Handelsverbands HDE.

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