Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: ATX unter Druck

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 18:30 Uhr, dpa.de

Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen.

Dominierten am Vormittag an den MÀrkten noch die Gewinnmitnahmen bei KI-Werten, hat sich mittlerweile der Konflikt USA gegen den Iran in den Mittelpunkt gespielt. Der Leitindex ATX AT0000999982 schloss 1,72 Prozent tiefer auf 6.376,56 Punkte. Der breiter aufgestellte ATX Prime gab um 1,69 Prozent auf 3.137,50 ZÀhler nach. Auch die wichtigsten Börsen Europas lagen in der Verlustzone.

Die SchwĂ€che der Technologiewerte bremste die europĂ€ischen AktienmĂ€rkte weiterhin. Mittlerweile hat der Konflikt zwischen den USA und dem Iran aber wieder die Themenhoheit gewonnen. US-PrĂ€sident Donald Trump drohte dem Iran mit einem massiven MilitĂ€rschlag. Der Iran wiederum warf den USA vor, das Abkommen gebrochen zu haben und verwies auf die MilitĂ€rschlĂ€ge, neue Ölsanktionen und israelische Angriffe auf den Libanon. Die Ölpreise zogen krĂ€ftig an.

"Der Nahostkonflikt droht, wieder von der Neben- auf die HauptbĂŒhne der FinanzmĂ€rkte zu wechseln", warnte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Damit könnte ein Risiko zurĂŒckkehren, das viele Anleger zuletzt ausgeblendet hatten."

In Österreich haben sich AT&S AT0000969985 von ihrem Tief erholt und als Spitzenwert im ATX mit 4,6 Prozent ins Plus gedreht, nachdem sie am Vortag ĂŒber zehn Prozent abgeben mussten. Von den steigenden Ölpreisen profitierten die Energiewerte, die durchwegs in die Höhe zogen. OMV AT0000743059 gewannen 3,93 Prozent. SBO legten 2,7 Prozent und Verbund 0,8 Prozent zu. EVN AT0000741053 gewannen 0,2 Prozent.

Die schwer gewichteten Bankaktien tendierten schwach. Bawag AT0000BAWAG2 lagen bei minus 1,5 Prozent, Erste Group AT0000652011 bei minus 4,7 Prozent und Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) als ATX-Schlusslicht bei minus 6,0 Prozent.

Agrana fanden sich rein optisch 2,1 Prozent tiefer. Die Aktie wurde aber ex-Dividende gehandelt.

Kapsch TrafficCom zogen als Topwerte im ATX Prime gute 6,0 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hat bekanntgegeben, die Mehrheit seiner Anteile an der deutschen Tochter tolltickets zu verkaufen.

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