Wiener Börse Schluss: Gewinne vor dem Wochenende - Zollhoffnungen
09.05.2025 - 18:23:58Der Leitindex ATX AT0000999982 schloss 0,39 Prozent höher mit 4.310,65 Punkten. Auch das europÀische Börsenumfeld zeigte sich mit AufschlÀgen. Angetrieben wurden die AktienmÀrkte von der Aussicht auf eine mögliche Deeskalation im Handelskonflikt.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte am Donnerstag ein erstes Handelsabkommen nach der VerhĂ€ngung weltweiter Zölle vermeldet. In einem live im Fernsehen ĂŒbertragenen Telefonat gab er zusammen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer die Vereinbarung bekannt, deren Details noch ausgearbeitet werden sollen.
Die Einigung der USA und GroĂbritannien auf einen Handelspakt machte an den MĂ€rkten Hoffnung auf Fortschritte bei den Verhandlungen mit China. US-Finanzminister Scott Bessent und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wollen am Wochenende in der Schweiz mit Vertretern der Volksrepublik China fĂŒr GesprĂ€che zusammentreffen.
US-PrĂ€sident Donald Trump hat vor dem Treffen niedrigere Zölle fĂŒr Importe aus China ins Spiel gebracht. "80-Prozent-Zölle auf China scheinen richtig zu sein!", schrieb er in seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Bisher gelten Zölle von bis zu 145 Prozent auf Waren aus der Volksrepublik.
Mit Blick auf die Branchentafel zeigten sich Ălwerte am Freitag positiv. OMV AT0000743059 gewannen 0,9 Prozent, fĂŒr Schoeller-Bleckmann ging es um 4,9 Prozent nach oben. Bauaktien gaben hingegen nach. Porr und Strabag fielen um jeweils 0,5 Prozent. Deutliche AbschlĂ€ge von 6,1 Prozent nahmen RHI AT0000676903 Magnesita mit ins Wochenende.
Am anderen Ende des Kurszettels lagen AT&S, die um 3,6 Prozent anzogen. Der Leiterplattenhersteller plant, fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 keine Dividende auszuschĂŒtten. Das schlĂ€gt der Vorstand der Hauptversammlung am 3. Juli vor. Der Gewinn solle stattdessen zur StĂ€rkung der Bilanz verwendet werden. Das Jahresergebnis fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 wird am 15. Mai 2025 veröffentlicht.
Agrana prĂ€sentierte bereits Jahresergebnisse, die Aktien legten in Reaktion 0,9 Prozent zu. Preisdruck bei Zucker und die SchlieĂungen von zwei Zuckerfabriken in Ăsterreich und Tschechien belasteten den Zuckerkonzern im GeschĂ€ftsjahr 2024/25 deutlich.

