Aktien Wien Schluss: ATX schlieĂt nach starken US-Daten tiefer
02.02.2024 - 18:18:24 | dpa.deDer heimische Leitindex ATX beendete die Sitzung um 0,28 Prozent tiefer bei 3440,78 Punkten. Auch der breiter gefasste ATX Prime verlor 0,24 Prozent auf 1729,13 Einheiten. Tageshighlight vor dem Wochenende war der am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht, der einen stÀrker als erwartet aufgestellten US-Jobmarkt zeigte - was die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen am Markt dÀmpfte.
Der US-Arbeitsmarkt boomt zu Jahresbeginn noch weit stĂ€rker als erwartet. Im Januar kamen 353 000 neue Jobs auĂerhalb der Landwirtschaft hinzu, die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote verharrte im Januar auf dem Vormonatswert von 3,7 Prozent. Experten hatten einen Anstieg auf 3,8 Prozent erwartet.
Auch das Lohnwachstum zu Jahresbeginn hat sich spĂŒrbar beschleunigt. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich von Dezember auf Januar um 0,6 Prozent. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet.
Laut Ăkonomen sprechen die Daten nicht fĂŒr eine rasche Zinssenkung. "Fed-Chef Powell hatte auf der Pressekonferenz in dieser Woche einer Zinssenkung bereits im MĂ€rz faktisch schon eine Absage erteilt. Die heutigen Zahlen werden ihn darin bestĂ€rken", schreiben die Ăkonomen der Commerzbank. Eine erste Zinssenkung halten sie fĂŒr die Sitzung im Mai fĂŒr wahrscheinlich.
Meldungsseitig blieb es in Wien eher ruhig, auch die Berichtssaison legt vor dem Wochenende eine Pause ein. Eine Analystenstimme kam zu AT&S, die am Vortag Zahlen vorgelegt hatten. Die Deutsche Bank bestĂ€tigte die EinschĂ€tzung "Buy", kĂŒrzte das Kursziel aber von 32 auf 30 Euro. Die Aktien, die am Vortag deutlich nachgegeben hatten, schlossen nach einem freundlichen Sitzungsverlauf prozentual unverĂ€ndert auf 21,20 Euro.
Die Aktien der Post beendeten den Handel ebenfalls ohne prozentuale VerĂ€nderung. Die Bundeswettbewerbsbehörde verlangt die VerhĂ€ngung einer "angemessenen GeldbuĂe" gegen die Post. Hintergrund: Vor fĂŒnf Jahren haben sich mehrere Konsolidierer - also Dienstleister, die fĂŒr GroĂkunden Werbesendungen aufbereiten - an das Kartellgericht gewandt, da sie sich von der Post, die das Service selbst auch anbietet, benachteiligt fĂŒhlten. Sie bekamen teilweise recht, die Post hat daraufhin Anfang 2022 ihre Vorgehensweise angepasst.
Zu einem FĂŒhrungswechsel kommt es bei der s Immo. Vorstandsmitglied Herwig Teufelsdorfer verlĂ€sst das Gremium per heute, sein Vertrag werde mit Wirkung zum 2. Februar 2024, Tagesende, aufgelöst, hieĂ es vom Unternehmen. Darauf hĂ€tten sich der Aufsichtsrat und Teufelsdorfer heute "einvernehmlich" geeinigt. Die Titel des Immo-Konzerns legten 0,4 Prozent zu.
Mit Blick auf die Branchentafel zeigten sich Bankaktien fester. BAWAG kletterten starke 2,8 Prozent und Addiko Bank legten um 2 Prozent zu. Erste Group und Raiffeisen Bank International gewann 0,8 bzw. 0,7 Prozent. Sehr schwach prĂ€sentierten sich Ălwerte. Index-Schwergewicht OMV fiel um 2,8 Prozent, Papiere des ĂlfeldausrĂŒsters Schoeller-Bleckmann bĂŒĂten 1,4 Prozent ein. Tiefer schlossen auch Andritz mit minus 1,6 Prozent.
So schÀtzen die Börsenprofis Börsen/Aktien Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

