Aktien Wien Schluss: ATX geht tiefrot ins Wochenende
17.10.2025 - 18:16:06Der heimische Leitindex ATX AT0000999982 schloss mit minus 2,07 Prozent bei 4.578,37 Punkten. Der ATX Prime verlor 1,94 Prozent auf 2.287,87 ZÀhler. Das europÀische Börsenumfeld verzeichnete ebenfalls teils klare Kursverluste.
In den USA hatte am Vorabend die BilanzqualitÀt kleinerer Regionalbanken die Anleger an der Wall Street verschreckt, als zwei HÀuser Probleme mit Krediten bekanntgegeben hatten. Nachdem bereits die asiatischen Börsen darauf negativ reagiert hatten, folgten nun die europÀischen Börsen.
Innerhalb des ATX bĂŒĂten Vienna Insurance Group (VIG AT0000908504) die gröĂten Verluste ein. Die VIG kauft die deutsche NĂŒrnberger Versicherung fĂŒr bis zu 1,38 Milliarden Euro. Die vor allem mit der Wiener StĂ€dtischen bekannte VIG bietet 120 Euro je Aktie der NĂŒrnberger Beteiligungs-AG, der börsennotierten Holding des Versicherers, wie die Beteiligten in der Nacht zum Freitag mitteilten. Sie hat sich von den GroĂaktionĂ€ren bereits 64,4 Prozent der Anteile gesichert. Die VIG-Titel sackten 6,3 Prozent ab.
Auch Bawag AT0000BAWAG2 (minus 5,8 Prozent), Porr (minus 4,1 Prozent) und Uniqa (minus 3,9 Prozent) verbilligten sich an diesem verlustreichen Handelstag deutlich. Erste Group AT0000652011 schlossen 3,3 Prozent tiefer.
Seitens der Analysten hat die Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung "Buy" fĂŒr die Aktien der heimischen OMV AT0000743059 bestĂ€tigt. Das Kursziel fĂŒr die Titel des Energiekonzerns wurde von Analyst Henry Tarr ebenfalls bei 53,0 Euro belassen. Der Zusammenschluss von Borealis und Borouge sei "auf Schiene", schreibt der Analyst im RĂŒckblick auf den Kapitalmarkttag der OMV Anfang Oktober. Dies erlaube dem Unternehmen, den Fokus auf sein EnergiegeschĂ€ft zu legen. Die OMV-Titel notierten 0,7 Prozent höher bei 43,98 Euro.
Die Analysten von Deutsche Bank DE0005140008 Research haben ihr Kursziel fĂŒr die Aktien der Telekom Austria AT0000720008 leicht von 10,60 auf 10,40 Euro gesenkt. Die Anlageempfehlung "Hold" wurde vom zustĂ€ndigen Experten John Karidis hingegen bestĂ€tigt. Das internationale GeschĂ€ft sei im dritten Quartal stark verlaufen, das heimische GeschĂ€ft habe dagegen geschwĂ€chelt, schreibt der Analyst. Die Telekom-Austria-Papiere gingen um 1,3 Prozent höher bei 9,25 Euro aus dem Handel.
Von den wenigen Gewinnern im ATX waren die Anteilsscheine der Post am meisten im Plus. Sie stiegen um 1,4 Prozent, gefolgt von RBI, die 1,2 Prozent höher schlossen. /lof/mik/APA/stk

