Aktien Wien Schluss: ATX fÀllt von Rekordhoch ab
28.05.2026 - 18:38:14 | dpa.deNach einem stabilen Auftakt glitten die Kurse peu Ă peu in die Verlustzone ab, auch Meldungen ĂŒber eine bevorstehende VerlĂ€ngerung der Waffenruhe im Nahen Osten sorgten nur fĂŒr einen kleinen Freudensprung. Nach dem Rekordhoch zur Wochenmitte reichte dies offenbar nicht, um neue Kauflaune bei den Anlegern zu wecken. Solide Unternehmenszahlen stieĂen am Markt ebenfalls nur auf wenig Gegenliebe.
Zum Handelsende stand der ATX AT0000999982 0,87 Prozent tiefer auf 6.042,44 Punkten. FĂŒr den ATX Prime ging es um 0,84 Prozent auf 2.987,50 ZĂ€hler hinab. Moderate Verluste wurden im europĂ€ischen Umfeld verbucht.
Inzwischen liegt der Preis fĂŒr Nordseeöl der Sorte Brent nach Schwankungen in beide Richtungen mit Handelsende wieder bei knapp 95 US-Dollar auf dem Niveau vom Vorabend. Die Sorge vor einer Zuspitzung im Iran-Krieg nach gegenseitigen Angriffen wich am Nachmittag den Hoffnungen auf eine nĂ€her rĂŒckende Einigung. Laut einem Bericht der Nachrichtenwebsite "Axios" haben sich die Konfliktparteien auf eine GrundsatzerklĂ€rung zur VerlĂ€ngerung der Waffenruhe fĂŒr die Dauer von 60 Tagen verstĂ€ndigt. US-PrĂ€sident Donald Trump mĂŒsse jedoch noch seine endgĂŒltige Zustimmung erteilen, hieĂ es.
In Wien rĂŒckte noch einmal die Berichtssaison mit Zahlen von VIG AT0000908504 und EVN AT0000741053 in den Fokus, wobei die Kursreaktionen ĂŒberwiegend verhalten ausfielen. Titel der Vienna Insurance Group (VIG) bĂŒĂten trotz einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Quartal 2,6 Prozent ein. Den Ausblick fĂŒr den Vorsteuergewinn im Gesamtjahr bestĂ€tigte der Konzern. EVN-Aktien sanken um 3,1 Prozent, nachdem der Versorger fĂŒr das erste Halbjahr Umsatz- und Gewinnwachstum gemeldet hatte. Das Jahresergebnis soll im Rahmen der Prognose liegen.
Analyst Christoph Schultes von der Erste Group sprach von "soliden" Zahlen der EVN, jedoch hĂ€tten sich einige Marktteilnehmer wohl eine Anhebung des Ausblicks erhofft. Auch Baader-Experte Pierre-Alexandre Ramondenc meint, der Ausblick deute auf eine vorsichtige EinschĂ€tzung des Versorgers fĂŒr das zweite Halbjahr hin. Seine "Add"-EinschĂ€tzung hielt der Experte nach dem "gemischten" Zahlenwerk bei.
Bester ATX-Wert waren Porr mit plus fĂŒnf Prozent auf 38,25 Euro. Das Analysehaus Jefferies hob das Kursziel von 37 auf 42 Euro an und empfiehlt die Aktie weiter zum Kauf. Zudem bekrĂ€ftigte die Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 40 Euro.
Die schwer gewichteten Bankaktien verzeichneten Verluste, was den ATX belastete. Erste Group, Bawag AT0000BAWAG2 und RBI fielen jeweils zwischen 0,8 und 1,8 Prozent. Mit Blick auf erstere hob die Baader Bank ihre Anlageempfehlung von "Reduce" auf "Add" an.
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