DIHK, Ausland

DIHK: Ausland stabilisiert deutsche Wirtschaft

13.11.2025 - 10:23:43 | dpa.de

Die Wirtschaft in vielen Weltregionen hat den ersten Schock durch die aggressive Zollpolitik von US-PrÀsident Donald Trump verdaut: Die Stimmung hellt sich auf - allerdings deutlich mehr im Ausland als in Deutschland.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer unter mehr als 3.500 Mitgliedsunternehmen im In- und Ausland hervor.

AuslÀndische MÀrkte als "StabilitÀtsanker"

So erwarten 44 Prozent der Unternehmen weltweit bessere GeschĂ€fte, wĂ€hrend es in Deutschland nur 15 Prozent sind. Die internationalen MĂ€rkte seien fĂŒr viele Unternehmen ein "StabilitĂ€tsanker", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

So wollen 29 Prozent der Unternehmen im Ausland ihre Investitionen erhöhen, 16 Prozent planen KĂŒrzungen. 33 Prozent möchten Personal aufstocken, 17 Prozent erwarten einen Abbau. Im Inland hingegen ĂŒbertreffen die Unternehmen mit RĂŒckbau laut DIHK diejenigen mit Zuwachs bei Weitem.

Rahmenbedingungen als Risiko

Viele Unternehmen verlagern Investitionen perspektivisch demnach dorthin, wo die Nachfrage wĂ€chst und an Orte, wo der Marktzugang an Wertschöpfung vor Ort geknĂŒpft ist, zum Beispiel in China.

Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sieht fast jedes zweite Unternehmen als GeschÀftsrisiko, fast ebenso stark fÀllt eine schwache Nachfrage ins Gewicht.

US-Handelspolitik macht sich bemerkbar

Insgesamt 44 Prozent der deutschen Unternehmen berichten an ihren auslĂ€ndischen Standorten von negativen oder stark negativen Effekten der US-Handelspolitik. Es sind aber wieder mehr Unternehmen bereit zu investieren als im FrĂŒhjahr. Insbesondere in den USA liegen die Vorhaben unter dem internationalen Durchschnitt und deutlich niedriger als vor einem Jahr.

Deutschland und Europa mĂŒssten gezielt die WettbewerbsfĂ€higkeit der Unternehmen stĂ€rken, verlangte Treier: "Durch verlĂ€ssliche Energiepreise, schnellere Verfahren, steuerliche Entlastungen und neue Handelsabkommen".

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