Deutlich mehr Menschen haben Covid
16.10.2025 - 06:22:16In der Woche vom 6. bis zum 12. Oktober wurden bislang rund 6.440 labordiagnostisch bestĂ€tigte Covid-19-FĂ€lle an das Robert Koch-Institut (RKI) ĂŒbermittelt, wie es in einem aktuellen RKI-Bericht zu akuten Atemwegsinfektionen heiĂt. In der Woche zuvor waren es rund 3.850 gemeldete FĂ€lle gewesen.
Die geschÀtzte Covid-19-Inzidenz liegt laut Bericht bei rund 600 Corona-Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern - in der Vorwoche waren es etwa 400. Durch die Herbstferien können die Zahlen aus dem aktuellen Bericht stÀrker schwanken und sich nachtrÀglich noch verÀndern, wie das RKI informiert.
Corona-Zahlen niedriger als im Vorjahreszeitraum
Mit einem Anteil von 71 Prozent ist die Linie XFG, auch Stratus genannt, laut einer Auswertung von Ende September in Deutschland momentan am weitesten verbreitet. Stratus ist eine Linie der Omikron-Variante. Deren Viren vermehren sich vor allem in den oberen Atemwegen und können sich dadurch schneller verbreiten. Experten gehen von keinem erhöhten Risiko durch XFG fĂŒr die öffentliche Gesundheit aus.
Trotz des Anstieges ist die Corona-AktivitĂ€t immer noch niedriger als im Vorjahr um diese Zeit. Mitte Oktober 2024 waren es rund 11.570 FĂ€lle - fast doppelt so viele jetzt. Auch das ist noch kein Vergleich zur Lage wĂ€hrend der Pandemie. Mitte Oktober 2020 zum Beispiel wurden allein innerhalb eines Tages mehr als 7.000 Neuinfektionen gemeldet. Ende Oktober desselben Jahres waren es an einem Tag sogar ĂŒber 19.000.
6,5 Millionen akute Atemwegserkrankungen
Mit Blick auf alle akuten Atemwegserkrankungen spricht das RKI im aktuellen Bericht von einer AktivitÀt auf moderatem Niveau. Im Vergleich zur Vorwoche sei sie insgesamt gesunken. Gemessen an freiwilligen Meldungen aus der Bevölkerung geht das RKI von rund 7.800 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner aus (Vorwoche: 9.000 pro 100.000). Das entspricht einer Gesamtzahl von rund 6,5 Millionen akuten Atemwegserkrankungen, unabhÀngig von einem Arztbesuch. Zum Vergleich: Mitte Oktober 2024 waren es rund 7,4 Millionen.
Unterwegs sind zurzeit vor allem Rhinoviren, die eine ErkÀltung auslösen können, sowie Corona- und Parainfluenzaviren, die insbesondere Kleinkinder infizieren. Die Zahl der schweren FÀlle befindet sich auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Grippewelle beginnt oft erst im Januar
Grippe spielt momentan noch keine gröĂere Rolle: FĂŒr die Woche vom 6. Oktober wurden rund 400 labordiagnostisch bestĂ€tigte FĂ€lle an das RKI ĂŒbermittelt.
Die jÀhrliche Grippewelle hat in den vergangenen Jahren meist im Januar begonnen und drei bis vier Monate gedauert. Als Grippewelle wird der Zeitraum erhöhter AktivitÀt von Influenza A- und B-Viren bezeichnet.

