Zahl der ArbeitskrÀfte bis 2045 stabil - der Osten verliert
26.03.2026 - 12:10:28 | dpa.deDie Zahl der sogenannten Erwerbspersonen werde bis 2045 im Vergleich zu 2022 leicht um rund 0,5 Prozent auf etwa 43,3 Millionen Menschen sinken, berichtete das Bundesinstitut fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. Allerdings wĂŒrden sich die regionalen Unterschiede verschĂ€rfen.
Laut der neuen "Erwerbspersonenprognose 2045" wird in 58 des in 96 Regionen aufgeteilten Bundesgebiets die Zahl der Erwerbspersonen abnehmen. Besonders stark betroffen seien strukturschwĂ€chere, vor allem ostdeutsche Regionen wie Altmark, Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und NordthĂŒringen. "Dort werden RĂŒckgĂ€nge von mindestens 20 Prozent erwartet", hieĂ es.
Deutliche ZuwĂ€chse in Berlin, Hamburg und MĂŒnchen erwartet
StrukturstĂ€rkere BallungsrĂ€ume wĂŒrden dagegen deutliche ZuwĂ€chse verzeichnen: "FĂŒr Hamburg und MĂŒnchen werden Anstiege von jeweils mehr als neun Prozent prognostiziert, fĂŒr Berlin sogar von rund 15 Prozent", erklĂ€rte ein Sprecher.
In den wachstumsstarken Regionen steigt die Zahl der Erwerbspersonen laut der Prognose vor allem durch ZuzĂŒge. Hinzu komme eine höhere Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung im erwerbsfĂ€higen Alter.
In vielen Regionen rĂŒcken zu wenige junge Leute nach
In strukturschwĂ€cheren Regionen sinke die Erwerbspersonenzahl dagegen deutlich. Der Grund: Zu wenige junge Menschen rĂŒckten nach, um altersbedingt ausscheidende ArbeitskrĂ€fte zu ersetzen. "Anders als in den Wachstumsregionen können Zuwanderung und steigende Erwerbsbeteiligung diese Verluste nicht ausgleichen."
Politische HandlungsspielrĂ€ume sieht das Institut unter anderem bei der Zuwanderung. Auch gewinne Fort- und Weiterbildung an Bedeutung. Wenn das ArbeitskrĂ€fteangebot insgesamt zurĂŒckgehe und weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintrĂ€ten, lasse sich aktuelles Wissen vor allem durch Qualifizierung sichern.
Laut BBSR zĂ€hlen als Erwerbspersonen alle ErwerbsfĂ€higen im Alter von 15 bis unter 75 Jahren, die den Wunsch nach einer ErwerbstĂ€tigkeit Ă€uĂern - unabhĂ€ngig davon, ob sie tatsĂ€chlich erwerbstĂ€tig sind.
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