Zahl der Organspenden leicht gestiegen
13.11.2025 - 10:43:11 | dpa.deBis Ende Oktober wurden in Deutschland 2.523 Organe gespendet und anschlieĂend hierzulande oder im Ausland transplantiert, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 2.391 gespendete Organe.
Zugleich wurden in Deutschland 2.738 Spenderorgane transplantiert, die in Deutschland oder im Ausland entnommen und ĂŒber die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant vermittelt wurden. Bundesweit spendeten in diesem Jahr bislang 836 Menschen nach ihrem Tod ein Organ (2024: 789). Ab Donnerstag trifft sich die DSO in WĂŒrzburg zu ihrem Jahreskongress.
"Keine fundamentale Wende"
"Die leichte Steigerung der Organspende gegenĂŒber dem Vorjahr ist fĂŒr die Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten erfreulich, darf aber nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass daraus keine fundamentale Wende bei der Organspende abzuleiten ist", teilte der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel, mit. Zudem gebe es erneut deutliche regionale Unterschiede.
So wurden etwa in Nordrhein-Westfalen bis Ende Oktober mit 506 deutlich mehr Organe gespendet als noch im Vorjahreszeitraum (411), in den LĂ€ndern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ging die Zahl im Vergleich dagegen deutlich zurĂŒck auf 291 gespendete Organe (2024: 347).
In vielen FĂ€llen fehlt die Zustimmung
DSO-Vorstand Rahmel wies darauf hin, dass Organspenden in vielen FÀllen aufgrund einer fehlenden Zustimmung von Angehörigen nicht zustande kommen. Von 2.963 gemeldeten potenziellen Organspenden im Zeitraum von Januar bis Oktober konnten demnach 2.127 nicht realisiert werden. In rund der HÀlfte der FÀlle habe das an fehlender Einwilligung gelegen.
Diese Entwicklung gebe es bereits seit einigen Jahren. MĂŒssen Angehörige eine Entscheidung zur Organspende treffen, entweder nach dem mutmaĂlichen Willen des Verstorbenen oder nach eigenen Wertvorstellungen, stimmen demnach weniger als 25 Prozent einer Organspende zu. Nur bei 15 Prozent aller möglichen Organspenden liege eine schriftliche Willensbekundung vor.
Wichtiger Appell: Entscheidung dokumentieren
Alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sollten sich zur Frage einer Organspende eine Meinung bilden und die getroffene Entscheidung zur Organspende dokumentieren, sagte Rahmel. "Damit ihr Wille bezĂŒglich der Organspende auch tatsĂ€chlich umgesetzt werden kann, wenn es darauf ankommt."
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

