Diensthandys, Arbeitenden

Diensthandys boomen – private Nutzung ist fast überall erlaubt

26.03.2026 - 04:18:56 | boerse-global.de

Die Mehrheit der mobil Arbeitenden nutzt ein Firmengerät, dessen private Nutzung weitgehend erlaubt ist. Diese Praxis erhöht die Produktivität, birgt aber erhebliche Sicherheits- und Datenschutzrisiken.

Diensthandys boomen – private Nutzung ist fast überall erlaubt - Foto: über boerse-global.de
Diensthandys boomen – private Nutzung ist fast überall erlaubt - Foto: über boerse-global.de

56 Prozent der mobil arbeitenden Angestellten nutzen ein Diensthandy. Das zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage. Noch bemerkenswerter: In 93 Prozent der Fälle ist die private Nutzung dieser Firmengeräte erlaubt – und 88 Prozent der Berechtigten machen davon auch Gebrauch. Diese neue Normalität trifft auf eine immer komplexere Bedrohungslage durch Cyberangriffe und verschärfte EU-Regulierung.

Diensthandy wird zum Standard – mit vielen Freiheiten

Die Zahlen markieren einen klaren Trend. Im Vergleich zu 2023 ist der Anteil der Beschäftigten mit Diensthandy von 46 auf 56 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil derer, die ihr Privathandy für die Arbeit nutzen, von 36 auf 26 Prozent. Unternehmen stellen also vermehrt eigene Geräte, lassen die private Nutzung aber großzügig zu.

Anzeige

Da die private Nutzung von Diensthandys oft Banking-Apps oder Messenger einschließt, rücken diese Geräte verstärkt ins Visier von Cyberkriminellen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Android-Smartphone mit fünf einfachen Schritten effektiv vor Datenklau und Schadsoftware schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Die Motive der Firmen sind vielfältig: höhere Produktivität, zufriedenere Mitarbeiter und potenzielle Kosteneinsparungen. Studien zufolge steigert die flexible Gerätenutzung die Produktivität im Schnitt um 68 Prozent. Doch die Schattenseite wird oft unterschätzt.

Warum die Vermischung von Job und Privatem riskant ist

Die liberale Praxis, bekannt als „Corporate Owned, Personally Enabled“ (COPE), öffnet Sicherheitslücken. Für 64 Prozent der Cybersicherheitsexperten ist Datenverlust das größte Problem. Mehr als jedes fünfte Unternehmen hatte bereits Malware-Infektionen durch unsichere private Nutzung.

Die Bedrohung wird durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz seitens der Angreifer immer raffinierter. Gleichzeitig fordern europäische Datenschutzbehörden eine strengere Harmonisierung der Sicherheitsvorgaben. Die IT-Abteilungen kämpfen mit unsicheren Heimnetzwerken, veraltetem Schutz auf Privatgeräten und der eingeschränkten Kontrolle über diese Devices.

Datenschutz: Ein rechtsicherer Spagat

Die private Nutzung von Firmengeräten wirft komplexe rechtliche Fragen auf. Arbeitgeber dürfen nicht einfach auf private Nachrichten, E-Mails oder den Browserverlauf zugreifen – selbst auf dem eigenen Diensthandy. Ausnahmen gelten nur bei konkretem Verdacht auf Straftaten.

Die Herausforderung: die Privatsphäre der Mitarbeiter wahren und gleichzeitig sensible Firmendaten schützen. Die DSGVO verlangt klare Regeln. Datenschützer raten nach wie vor zu einer sauberen Trennung der Daten, um Probleme von vornherein zu vermeiden.

So minimieren Unternehmen die Risiken

Gegen die Gefahren setzen Firmen auf eine Mischung aus Technologie und klaren Vorgaben. Im Trend liegen Zero-Trust-Modelle, bei denen kein Gerät per se vertrauenswürdig ist. Mobile-Device-Management-Software (MDM) ermöglicht eine Trennung von beruflichen und privaten Daten auf einem Gerät und erlaubt die Fernlöschung bei Verlust.

Anzeige

Angesichts immer raffinierterer Angriffe und neuer gesetzlicher Vorgaben mĂĽssen Unternehmen ihre IT-Sicherheitsstrategie proaktiv anpassen. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie Ihr Unternehmen ohne hohe Investitionen gegen aktuelle Cyber-Security-Bedrohungen wappnen. Kostenloses E-Book zur Cyber-Security jetzt sichern

KI-gestützte Überwachung und cloudbasierte Sicherheitsplattformen gewinnen an Bedeutung. Genauso wichtig ist jedoch die Schulung der Mitarbeiter. Viele haben kein ausreichendes Bewusstsein für die Risiken im Umgang mit mobilen Geräten.

Ein Milliardenmarkt unter Regulierungsdruck

Der Markt für BYOD-Sicherheit wächst rasant. Er erreichte 2025 ein Volumen von 153 Milliarden US-Dollar und könnte bis 2034 auf über 600 Milliarden anwachsen. Die private Gerätenutzung ist keine Randerscheinung mehr, sondern eine strategische Priorität.

Der Druck auf Unternehmen steigt weiter. Die geplante Umsetzung der NIS2-Richtlinie in Deutschland und die Forderungen der EU-Behörden nach einheitlichen Sicherheitsstandards zwingen zum Handeln. Die Zukunft gehört einer intelligenten Sicherheitsarchitektur, die Flexibilität ermöglicht, ohne das Unternehmen zu gefährden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68989214 |