Digitale Weiterbildung erobert das Gesundheitswesen
18.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.deDie digitale Fortbildung für Ärzte und Pflegekräfte erlebt einen Schub. Diese Woche starten gleich mehrere neue Initiativen – von der Hochschule bis zum Röntgenkongress.
HWR Berlin startet Studiengang fĂĽr Digitales Gesundheitsmanagement
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin stellte am Montag ihren neuen dualen Studiengang „BWL / Digitales Gesundheitsmanagement“ vor. Das Programm, entwickelt mit der Berliner Krankenhausgesellschaft, wird am Samstag auf dem Tag des dualen Studiums präsentiert. Es soll Fachkräfte befähigen, Digitalisierungsprojekte in Kliniken und Krankenkassen strategisch umzusetzen. Praxispartner ist unter anderem das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin.
Da medizinisches Fachwissen und die korrekte Deutung klinischer Daten das Fundament jeder digitalen Patientenakte bilden, bietet dieser Leitfaden eine wichtige Orientierungshilfe für die tägliche Praxis. Laborwerte-Ratgeber: Fehldiagnosen vermeiden und Vitalstoffe richtig deuten
Der Studiengang reagiert auf den akuten Bedarf an Experten, die Telemedizin, die elektronische Patientenakte und digitale Versorgungsangebote in den Klinikalltag integrieren können. Er schließt eine Lücke zwischen Betriebswirtschaft, IT und Medizin.
Röntgenkongress setzt auf wöchentliche Online-Fortbildungen
Parallel startete die digitale Phase des 107. Deutschen Röntgenkongresses (RÖKO). Unter dem Motto „Radiologie grenzenlos“ bietet „RÖKO DIGITAL“ bis Juni wöchentliche Online-Fortbildungen an. Zielgruppe sind Radiologen, MTRA und Studierende.
Das Kongresspräsidium um Prof. Dr. Saif Afat setzt auf interdisziplinären Dialog. Die digitalen Sitzungen behandeln kontroverse Themen wie Künstliche Intelligenz in der Medizin. So können sich Fachkräfte flexibel weiterbilden, ohne den Klinikalltag zu unterbrechen.
Ă–ffentlicher Gesundheitsdienst erweitert E-Learning
Auch im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) wachsen die digitalen Angebote. Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) veröffentlichte Anfang März das E-Learning-Modul „Trinkwasser: gestern, heute und morgen“.
Das Modul vermittelt historisches und technisches Fachwissen zur Trinkwasserhygiene – eine Kernaufgabe des ÖGD. Es steht Mitarbeitenden der Trägerländer kostenlos zur Verfügung. Solche standardisierten Online-Schulungen ermöglichen eine effiziente und flächendeckende Weiterbildung.
Neben der fachlichen Weiterbildung ist die persönliche kognitive Leistungsfähigkeit entscheidend, um den Anforderungen im digitalisierten Gesundheitswesen dauerhaft gerecht zu werden. Dieser kostenlose Report liefert gezielte Übungen zur Steigerung von Fokus und Konzentration im Arbeitsalltag. 7 Geheimnisse für mentale Fitness und ein leistungsstarkes Gedächtnis
Digitale Formate entlasten das ĂĽberlastete Personal
Der digitale Shift ist mehr als Technologie. Er ist eine Antwort auf den chronischen Fachkräftemangel und die extreme Arbeitsbelastung. Traditionelle Präsenzschulungen mit langen Anfahrtswegen erhöhen den Stress zusätzlich.
Asynchrone E-Learning-Plattformen geben Ärzten und Pflegekräften dagegen Flexibilität. Sie können Lerneinheiten in ihren dichten Alltag integrieren. Diese Autonomie reduziert mentalen Druck und beugt Burnout vor. Einige Plattformen bieten bereits direkt zugeschnittene Kurse zur Stressbewältigung an.
Wohin geht die Reise? Vernetzung und Virtual Reality
Die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen. Ein wichtiger Indikator wird die DMEA, Europas Leitmesse für digitale Gesundheit, im April in Berlin sein. Dort werden voraussichtlich neue KI-gestützte Lernsysteme präsentiert.
International deuten Trends auf immersive Technologien hin. In Irland werden bereits Virtual-Reality-Anwendungen in der Pflege getestet. Experten rechnen damit, dass VR und Augmented Reality auch in Deutschland Standard werden – für das Training chirurgischer Eingriffe oder den Umgang mit Demenzpatienten.
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