Digitale, Zwillinge

Digitale Zwillinge revolutionieren die Industrie

28.01.2026 - 07:43:12

Operationale digitale Zwillinge ermöglichen die Echtzeit-Optimierung von Produktionsprozessen und Lieferketten durch Simulation und präventives Management.

Operationale digitale Zwillinge werden zum Schlüsselwerkzeug für Fabriken und Lieferketten. Unternehmen nutzen die virtuellen Echtzeit-Abbilder, um Prozesse zu optimieren, Kosten zu senken und agiler zu werden.

Mehr als nur ein 3D-Modell

Ein operationaler digitaler Zwilling ist ein dynamisches, virtuelles Abbild eines gesamten Prozesses oder Systems. IoT-Sensoren speisen ihn mit Live-Daten. So entsteht ein exaktes Spiegelbild des realen Betriebs.

Der große Vorteil: In dieser Sandbox lassen sich Änderungen risikofrei testen. Manager können „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen, Probleme vorhersagen und Abläufe ständig verbessern. Das macht die Technologie zum Herzstück datengesteuerter Entscheidungen.

Anzeige

Passend zum Thema Datensicherheit und vernetzte Produktionssysteme – Cyberangriffe auf OT- und IoT-Umgebungen nehmen zu, gerade dort, wo digitale Zwillinge auf Live-Daten angewiesen sind. Ein kostenloser Guide erklärt praxisnah, wie Sie Ihre Fertigung und Lieferkette gegen moderne Angriffe schützen, welche Maßnahmen bei Datenintegration wirklich helfen und wie Sie Sicherheitslücken in OT schließen. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide sichern

Volle Transparenz in Echtzeit

Die Zwillinge schaffen lückenlose Einblicke in komplexe Abläufe. In der Fertigung überwachen sie den Zustand von Maschinen live. Das ermöglicht vorausschauende Wartung – Ausfälle werden erkannt, bevor sie passieren. Ungeplante Stillstände sinken dadurch drastisch.

Auch Logistik und Supply Chains profitieren: Ein digitaler Zwilling bildet die gesamte Lieferkette ab. Lagerbestände, Produktion und Transport werden sichtbar. Durch Simulationen lassen sich Engpässe identifizieren und beseitigen. Das Ergebnis sind optimierte Bestände und widerstandsfähigere Ketten.

Innovation ohne Risiko testen

Die Simulation in der virtuellen Umgebung treibt Innovationen voran. Bevor eine Produktionslinie physisch umgebaut wird, testen Ingenieure verschiedene Konfigurationen am digitalen Zwilling. So finden sie die optimale Lösung.

Großkonzerne wie PepsiCo nutzen diese Methode bereits. In Pilotprojekten simulieren sie Anlagen- und Lageroptimierungen, bevor ein echter Umbau beginnt. Hochpräzise 3D-Nachbildungen helfen, Abläufe neu zu gestalten. Solche Projekte zeigen: Die Effizienz steigt im gesamten Betriebszyklus.

Die Hürden auf dem Weg zum Zwilling

Trotz der Vorteile ist die Einführung anspruchsvoll. Die größte Herausforderung ist die Datenintegration. Viele Fabriken kämpfen mit Datensilos aus verschiedenen Altsystemen. Ein erfolgreicher digitaler Zwilling braucht jedoch eine einheitliche Datenbasis als „einzige Quelle der Wahrheit“.

Weitere Hürden sind:
* Datensicherheit, besonders in der Betriebstechnologie (OT)
* Der Bedarf an multidisziplinärem Fachwissen
* Die Notwendigkeit, eine Kultur datengesteuerter Entscheidungen zu schaffen

Experten raten zu einem schrittweisen Start. Unternehmen sollten mit klar definierten Anwendungsfällen beginnen, die einen messbaren Nutzen bringen.

Vom reaktiven zum vorausschauenden Management

Digitale Zwillinge markieren einen Paradigmenwechsel. Statt auf Probleme zu reagieren, agieren Unternehmen nun präventiv. Sie sagen Störungen vorher und handeln, bevor etwas passiert. Diese Technologie ist ein Kernstück von Industrie 4.0 und verzahnt die physische mit der digitalen Welt enger denn je.

Der globale Markt für digitale Zwillinge wächst rasant. Die nächste Stufe ist die Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI). KI analysiert die gesammelten Daten, erkennt Muster und unterbreitet autonom Optimierungsvorschläge. Das könnte zu selbstlernenden Produktionssystemen führen.

Auf dem Weg zur autonomen Fabrik

Die Zukunft zielt auf vollständig autonome Abläufe. Sogenannte „Autonomous Production Twins“ werden nicht nur simulieren, sondern eigenständig Entscheidungen treffen. Sie reagieren auf Lieferverzögerungen oder Maschinenausfälle – ohne menschliches Zutun. Das verspricht noch höhere Produktivität.

Langfristig entwickeln sich die Zwillinge zu unternehmensübergreifenden Ökosystemen. Ein digitaler Zwilling einer Lieferkette verbindet dann Hersteller, Zulieferer und Logistiker in einem virtuellen Modell. Diese vernetzten Systeme könnten die globale Industrie nachhaltig verändern.

Anzeige

PS: Die Kombination aus digitalen Zwillingen und KI bringt nicht nur Chancen, sie schafft auch neue regulatorische Pflichten. Ein kompakter, kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen jetzt relevant sind – ideal für Unternehmen, die KI in Produktions- und Lieferkettenprozessen einsetzen wollen. Jetzt KI‑Umsetzungsleitfaden herunterladen

@ boerse-global.de