Digitaler Produktpass revolutioniert EU-Spielzeugmarkt
28.01.2026 - 08:46:12Ab sofort entscheidet ein QR-Code über den Zutritt zum europäischen Spielzeugmarkt. Die neue EU-Spielzeugsicherheitsverordnung führt schrittweise den verpflichtenden Digitalen Produktpass (DPP) ein – eine Revolution für Importeure und Hersteller.
Was der digitale Pass für Spielzeug bedeutet
Der DPP ist der digitale Lebenslauf eines Spielzeugs. Über einen QR-Code auf Verpackung oder Produkt erhalten Zollbeamte und Verbraucher sofort Zugriff auf alle Sicherheitsdaten. Das reicht von verwendeten Materialien und Chemikalien bis hin zu Sicherheitstests und Entsorgungshinweisen.
„Für Nicht-EU-Hersteller wird dieser Pass zur Eintrittskarte in den europäischen Markt“, erklärt eine aktuelle Analyse der Wirtschaftskanzlei Mason Hayes & Curran. Bisherige Konformitätserklärungen auf Papier werden damit obsolet.
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Schnellere Kontrollen an den EU-Außengrenzen
Die größte Veränderung betrifft die Zollabfertigung. Beamte können künftig mit einem Scan prüfen, ob importiertes Spielzeug den EU-Vorschriften entspricht. Besonders bei Online-Importen aus Drittländern soll das den Zustrom unsicherer Ware stoppen.
Doch was prüfen die Behörden konkret? Die neue Verordnung verschärft die chemischen Anforderungen massiv. Besonders im Fokus: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), auch „ewige Chemikalien“ genannt, sowie hormonstörende Substanzen. Alle Nachweise müssen im DPP hinterlegt sein.
Teil der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie
Der digitale Pass ist kein Einzelprojekt. Er ist ein zentraler Baustein des European Green Deal und soll nachhaltige Produkte zur Norm machen. Die Idee: Transparenz von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling fördert die Kreislaufwirtschaft.
Für die Spielzeugbranche bedeutet das eine fundamentale Umstellung. Erhebliche Investitionen in Datenmanagement und IT-Infrastruktur sind nötig. Die Lieferkette muss komplett digitalisiert und dokumentiert werden.
Lange Übergangsfrist – aber kein Grund zur Ruhe
Die Branche hat Zeit: Eine Übergangsfrist von 54 Monaten bedeutet, dass der DPP voraussichtlich erst ab August 2030 vollständig Pflicht wird. Experten warnen jedoch vor falscher Sicherheit.
„Unternehmen sollten diese Frist nicht ausreizen“, raten die Rechtsanalysten. Die frühzeitige Prüfung der eigenen Produktdaten und die Identifizierung von Dokumentationslücken sei entscheidend. Wer zu lange wartet, riskiert seinen Zugang zum europäischen Binnenmarkt – einem der lukrativsten Spielzeugmärkte der Welt.
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