DIHK-AuĂenwirtschaftschef: Neue Partner fĂŒr den AuĂenhandel
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 11:20 Uhr | dpa.de"Wir mĂŒssen mit anderen Partnern weltweit versuchen, stĂ€rker in Verbindung zu treten", sagte Treier dem Deutschlandfunk. Investition folge auf Handel. "Wir mĂŒssen erstmal in Handelsbeziehungen kommen und dann kommen auch die Investitionen dieser Unternehmen und viele andere LĂ€nder strecken die Hand aus und sagen "Schlagt ein, kommt zu uns"", sagte er.
"Donald Trump regt uns an, wirklich zu diversifizieren, und da passiert sicher auch was auf der Ebene der EuropĂ€ischen Union", sagte Treier mit Blick auf den Zolldeal der EU mit den USA. Mit dieser US-Administration sei nichts Anderes möglich gewesen. "Und die Alternative wĂ€re die weitere, ungezĂŒgelte Eskalation von ZollsĂ€tzen gewesen, und die wĂŒrde uns beiden schaden (...), aber Europa halt auch besonders." Der Zolldeal verschaffe jetzt eine gewisse Periode von Planungssicherheit.
Treier: Freihandelsabkommen sind der "richtige Weg"
Mit dem Zolldeal war es der EU gelungen, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden. Gleichzeitig musste die Staatengemeinschaft aber US-Zölle in Höhe von bis zu 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die Vereinigten Staaten akzeptieren und weitere ZugestĂ€ndnisse wie die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-IndustriegĂŒter machen.
Treier betonte: "Wir hÀtten diese Freihandelsabkommen oder die ausverhandelten Abkommen, die noch nicht ratifiziert sind - mit Indien, mit Indonesien oder mit Australien - ohne Donald Trump nicht gehabt. Und das ist ein richtiger Weg, das hÀtten wir auch so tun sollen. Aber Europa und auch Deutschland haben hier lange Zeit viel zu zögerlich agiert."
