Dröge, Abstimmung

Dröge verurteilt Abstimmung mit Rechtsaußen im EU-Parlament

Veröffentlicht am: 13.11.2025 um 14:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
GrĂŒnen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat entsetzt auf die teils gemeinsamen Mehrheiten konservativer und rechter KrĂ€fte im Europaparlament zur AbschwĂ€chung des EU-Lieferkettengesetzes reagiert.

Manche der ÄnderungsantrĂ€ge zur AbschwĂ€chung des Vorhabens hĂ€tten ohne Stimmen der Abgeordneten rechtsaußen keine Mehrheit gefunden.

Dröge: Andere Mehrheit wÀre möglich gewesen

Dies sei ein "gigantischer Fehler", sagte Dröge der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Auch CDU und CSU war es offenbar wichtiger, die EU-Lieferkettenrichtlinie auszuhöhlen, als die Brandmauer nach rechts zu halten." Dabei sei eine Mehrheit der politischen Mitte inklusive der GrĂŒnen bereit, sinnvolle Vereinfachungen mitzutragen.

Weder im Bundestag noch im Europaparlament dĂŒrfe eine Mehrheit mit rechtsextremen Stimmen gesucht werden, verlangte Dröge. DafĂŒr, dass CDU und CSU mitgestimmt hĂ€tten, trage letztlich CDU-Chef Friedrich Merz die Verantwortung. "Merz hĂ€tte seinen Einfluss geltend machen mĂŒssen, um diese Abstimmung zu verhindern. Es ist wirklich bitter, dass ihm das Aushöhlen von Schutzstandards fĂŒr Umwelt und Menschenrechte offenbar wichtiger war, als die Brandmauer aufrechtzuerhalten."

Die europapolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Janina Böttger, teilte mit: "Die Konservativen hieven die Feinde Europas in Entscheidungsmacht - statt sie zu isolieren." Das Zusammengehen von Konservativen und Rechtsaußen sei ein Verrat an der GrĂŒndungsidee der EU.

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