Dubai startet digitales Zollsystem für den GCC-Handel
25.01.2026 - 00:54:11Dubai digitalisiert die Zollabfertigung für den Warenverkehr in die Golfregion – ein Schub für den gesamten Handel.
Mit der Initiative „Digital MAKASA“ schafft die Zollbehörde des Emirats einen vollständig papierlosen Prozess für Importeure. Diese können den notwendigen statistischen Stempel für Waren, die in andere GCC-Staaten weitergeleitet werden, nun online beantragen und erhalten. Das System ist ab sofort über das Dubai Trade Portal verfügbar und macht persönliche Besuche bei Behörden überflüssig.
Das Herzstück ist eine End-to-End-Lösung: Unternehmen beantragen mit wenigen Klicks eine digitale MAKASA-Nummer. Das System generiert sofort ein PDF-Dokument mit offiziellem Barcode, das als digitaler Stempel dient. Dieser ersetzt den bisher manuellen Prozess und wird auf die Zollanmeldung gedruckt.
Die erste Phase deckt die gängigsten Direktimporte ab – sei es aus dem Weltmarkt, einer Freihandelszone oder einem Zolllager. Damit profitiert bereits ein erheblicher Teil des inneregionalen Handels von den beschleunigten Abläufen.
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Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie
„Digital MAKASA“ ist kein Einzelprojekt. Es fügt sich ein in die Bestrebungen Dubais, ein komplettes digitales Handelsökosystem zu schaffen. Dazu gehören bereits Initiativen wie eine blockchain-basierte E-Commerce-Plattform für den Grenzhandel.
Die Maßnahme dient auch den ambitionierten Zielen der Dubai Economic Agenda (D33), die das Emirat zu einem der fünf weltweit führenden Logistikzentren machen will. Kürzere Umschlagzeiten und niedrigere Kosten für Unternehmen sind dafür entscheidend.
Timing im Kontext der GCC-Harmonisierung
Die Einführung kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Die Staaten des Golf-Kooperationsrates arbeiten intensiv an der Angleichung ihrer Zollverfahren. Erst kürzlich wurde auf einen einheitlichen, zwölfstelligen Zolltarif umgestellt.
Ein digitaler und standardisierter Prozess wie „Digital MAKASA“ unterstützt diese Integration. Er ermöglicht einen elektronischen Datenaustausch zwischen den nationalen Zollbehörden, der Grenzabfertigungen beschleunigt und Lieferketten transparenter macht.
Was kommt als Nächstes?
Die erste Phase ist nur der Anfang. Dubai Customs plant, den Anwendungsbereich schrittweise zu erweitern. Langfristig soll ein vollständig papierloser und automatisierter Zollkorridor für die gesamte GCC-Region entstehen.
Für Handelsunternehmen bedeutet das mehr Flexibilität und Planungssicherheit. Experten erwarten, dass solche Digitalisierungsprojekte die Widerstandsfähigkeit regionaler Lieferketten stärken und Dubais Rolle als Handelsdrehscheibe weiter festigen.
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