Düsseldorf, KI-Chatbot

Düsseldorf startet KI-Chatbot als digitalen Bürgerassistenten

29.01.2026 - 07:03:12

Die Stadt Düsseldorf hat einen anonymen KI-Chatbot auf ihrer Website gestartet, um den Bürgerservice zu entlasten. Das Pilotprojekt dient als Blaupause für datenschutzkonforme KI in Behörden.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf setzt auf künstliche Intelligenz, um den Bürgerservice zu verbessern. Ab sofort steht auf der städtischen Website ein neuer KI-Chatbot bereit, der rund um die Uhr Fragen beantwortet. Das Pilotprojekt soll nicht nur die Verwaltung entlasten, sondern auch als Modell für datenschutzkonforme KI-Nutzung in Behörden dienen.

Erste Anlaufstelle für Bürgeranfragen

Der digitale Assistent ist direkt auf www.duesseldorf.de integriert und soll eine erste Orientierungshilfe bieten. Bürger können ihm Fragen zu städtischen Dienstleistungen stellen – etwa zur Beantragung von Dokumenten oder zur Adressänderung. Die Stadt betont jedoch: Das System befindet sich in der Lernphase. Die Antworten sind nicht rechtsverbindlich. Für verbindliche Auskünfte verweist die Verwaltung weiterhin auf die Fachämter.

„Unser Ziel ist ein moderner, serviceorientierter Bürgerservice“, erklärt ein Stadtsprecher. Der Chatbot entlaste die Mitarbeiter von Standardanfragen. So bleibe mehr Zeit für komplexe individuelle Anliegen. Das Nutzerfeedback aus der Testphase fließt direkt in die Weiterentwicklung des Systems ein.

Anzeige

Passend zum Thema Digitalisierung in der Verwaltung: Die EU-KI-Verordnung bringt neue Anforderungen an Dokumentation, Risikoklassen und Transparenz — gerade für kommunale Chatbots. Unser kostenloses Umsetzungs-E-Book erklärt kompakt, welche Pflichten bei Entwicklung und Einsatz von KI-Systemen gelten, liefert praxisnahe Checklisten für Datenschutz und Kennzeichnung und zeigt, wie Pilotprojekte rechtssicher skaliert werden. Inklusive konkreter Vorlagen für Behörden. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen

Datenschutz als oberste Priorität

Ein Kernanliegen des Projekts ist die strikte Einhaltung des Datenschutzes. Die Stadt stellt klar: Der Chatbot erhebt oder verarbeitet keine personenbezogenen Daten. Die Nutzung erfolgt vollständig anonym. Bürger werden ausdrücklich aufgefordert, keine persönlichen oder sensiblen Informationen einzugeben.

Mit diesem „Privacy by Design“-Ansatz positioniert sich Düsseldorf im Einklang mit der DSGVO und antizipiert die kommende EU-KI-Verordnung. Diese wird ab August 2026 verbindliche Regeln für KI-Anwendungen wie Chatbots vorschreiben. Die transparente Kommunikation soll das Vertrauen der Bürger in digitale Verwaltungsangebote stärken.

Baustein einer umfassenden Digitalstrategie

Der Website-Chatbot ist kein Einzelprojekt. Vielmehr ist er Teil einer schrittweisen KI-Strategie der Stadtverwaltung. Bereits im Januar startete im Standesamt der KI-Sprachassistent „Sami“, der telefonisch Fragen zu Heirat und Geburt beantwortet. Schon 2025 testete das Steueramt die Telefon-KI „Kira“ für Anfragen zur Beherbergungssteuer.

Diese bereichsspezifischen Pilotprojekte ermöglichen eine sorgfältige Evaluation, bevor die Technologie breiter eingesetzt wird. Der Trend ist bundesweit zu beobachten: Immer mehr Kommunen setzen auf KI, um serviceorientierter zu werden und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Ausblick: Bürger sollen Chatbot benennen

Die Pilotphase ist zeitlich befristet und dient der Optimierung. Als besonderen Clou ruft die Stadt die Düsseldorfer sogar auf, Namensvorschläge für den digitalen Helfer einzureichen. Die gesammelten Erfahrungen werden die künftige Digitalisierungsrichtung maßgeblich beeinflussen.

Langfristig könnten erfolgreiche KI-Anwendungen weiter ausgebaut und tiefer in Verwaltungsabläufe integriert werden. Die weitere Entwicklung wird stark von den finalen Regelungen der EU-KI-Verordnung geprägt sein. Für die Bürger könnte die Interaktion mit ihrer Stadtverwaltung dadurch noch einfacher und schneller werden.

Anzeige

Übrigens: Sie wollen den Düsseldorfer Chatbot datenschutzkonform und regelkonform weiterentwickeln? Der kostenlose Leitfaden zur EU-KI-Verordnung fasst die wichtigsten Schritte zusammen — von Risikobewertung über Dokumentation bis zur transparenten Kommunikation mit Bürgern. Praxisnah und leicht verständlich, ideal für Verwaltungen, die Chatbots sicher einführen und dabei DSGVO-Anforderungen erfüllen möchten. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden anfordern

@ boerse-global.de