VerbĂ€nde verlangen effektivere Kontrollen fĂŒr LadesĂ€ulen
27.04.2026 - 06:18:00 | dpa.deIn einer gemeinsamen ErklĂ€rung verlangen unter anderem der Elektroverband ZVEI und der ADAC, deutsche Sonderwege beim Mess- und Eichrecht aufzugeben. Ineffiziente Prozesse fĂŒhrten unmittelbar zu Millionenkosten, könnten aber ohne Nachteile beim Verbraucherschutz optimiert werden.
Bei ihren bisherigen Kostenannahmen gingen die deutschen Behörden von viel zu niedrigen Zahlen bei den PrĂŒfvorgĂ€ngen aus. Bei 200.000 öffentlichen Ladepunkten und knapp 50.000 Schnellladepunkten wollten sie mit jĂ€hrlich 6.000 Eichungen auskommen, wenn alle acht Jahre nachgeeicht werde.
Nacheichungen nach Kabeldiebstahl
Das VerbĂ€ndebĂŒndnis nimmt hingegen mindestens 45.000 jĂ€hrliche PrĂŒfungen an, weil auch bei Kabeltausch etwa nach DiebstĂ€hlen oder nach Wartungen Nacheichungen verlangt wĂŒrden. In der Folge entstĂŒnden hohe Kosten, die sich auf den Preis des Stroms an der LadesĂ€ule niederschlagen mĂŒssten. Zudem stĂŒnden die LadesĂ€ulen dem Publikum lĂ€nger nicht zur VerfĂŒgung.
Die VerbĂ€nde fordern daher die Umsetzung einer EU-Direktive in deutsches Recht und den Wegfall nationaler Sonderregelungen. Die turnusmĂ€Ăigen Nacheichungen sollten kĂŒnftig wie bei privaten StromzĂ€hlern stichprobenartig nach Hersteller erfolgen, sagte eine ZVEI-Sprecherin. Keine erneuten Kontrollen seien notwendig, wenn zum Beispiel nur Kabel durch qualifizierte Dienstleister ersetzt wĂŒrden.
Hinter den Forderungen stehen die VerbÀnde ZVEI, ADAC, BDEW, BVES, CharIN, e-Mobility Deutschland, INSPIRE, und S.A.F.E..
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