Aktie, Rückenwind-Quellen

easyJet Aktie: Zwei Rückenwind-Quellen auf einmal

15.06.2026 - 11:00:10 | boerse-global.de

Barclays hebt Kursziel für easyJet an, während ein US-Iran-Abkommen fallende Ölpreise und damit geringere Treibstoffkosten für Airlines verspricht.

easyJet Aktie: Analysten-Update und Ölpreis-Rallye beflügeln
Aktie - Ein easyJet-Flugzeug startet bei Sonnenuntergang von einer Flughafenlandebahn, mit goldenem Licht am Horizont. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Für die easyJet-Aktie läuft dieser Montag außergewöhnlich rund. Gleich zwei positive Impulse treffen zusammen — ein Analysten-Update und eine geopolitische Überraschung, die den Treibstoffmarkt auf den Kopf stellt.

Barclays hebt die Messlatte

Barclays hat das Kursziel für easyJet von 480 auf 570 Pence angehoben und die Einstufung "Overweight" bestätigt. Analyst Andrew Lobbenberg schraubte seine Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 nach oben. Zwei Argumente treiben ihn: nachlassende Sorgen um die Treibstoffversorgung und optimistischere Buchungssignale, die der Konkurrent Wizz Air zuletzt gesendet hat.

Das Timing des Upgrades trifft auf günstige Marktlage. Denn parallel sorgte ein geopolitisches Ereignis für zusätzlichen Schub.

US-Iran-Deal drückt Ölpreis, hebt Airlines

Die USA und Iran haben eine Grundsatzeinigung erzielt, die unter anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz vorsieht. Das ist der enge Schifffahrtsweg, über den ein Großteil der globalen Öl- und Gaslieferungen läuft — und der seit Monaten blockiert war. Brent-Rohöl fiel daraufhin auf unter 84 Dollar je Barrel, WTI auf rund 80 Dollar, jeweils die tiefsten Stände seit März.

Für Fluggesellschaften ist günstiger Kerosinpreis direkter Gewinn. Airlines gehören zu den größten Profiteuren fallender Ölpreise, weil Treibstoff einen erheblichen Anteil der Betriebskosten ausmacht. Lufthansa, IAG und TUI stiegen ebenfalls deutlich — easyJet legte rund 2,4 Prozent zu.

Ein endgültiges Abkommen zwischen Washington und Teheran soll laut dem pakistanischen Vermittler Premierminister Sharif noch diese Woche in der Schweiz unterzeichnet werden. Irans Angaben zufolge würde die Straße von Hormuz innerhalb von 30 Tagen wieder geöffnet. Hält diese Vereinbarung, dürfte der Druck auf die Energiepreise anhalten — und damit der Gegenwind für Airlines strukturell geringer werden. Für easyJet käme das zu einem Zeitpunkt, an dem das Buchungsumfeld nach Wizz Airs Signalen ohnehin freundlicher wirkt.

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