WDHEuropÀischer, Gaspreis

WDH / EuropÀischer Gaspreis fÀllt unter 50 Euro / MWh - tief seit Ende Januar

14.02.2025 - 13:32:35

(Ein Buchstabe im dritten Absatz ergĂ€nzt.)AMSTERDAM/FRANKFURT - Der Preis fĂŒr europĂ€isches Erdgas ist am Freitag den vierten Tag in Folge gefallen.

(Ein Buchstabe im dritten Absatz ergÀnzt.)

AMSTERDAM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Preis fĂŒr europĂ€isches Erdgas ist am Freitag den vierten Tag in Folge gefallen. Zum Wochenschluss rutschte der richtungweisende Terminkontrakt TTF zur Auslieferung in einem Monat unter 50 Euro je Megawattstunde (MWh) und wurde gegen Mittag bei 48,39 Euro gehandelt. Der Gaspreis ist auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gefallen und entfernte sich weiter vom Zwei-Jahreshoch, das am Dienstag erreicht worden war.

In den Wochen zuvor hatten ein vergleichsweise kaltes Winterwetter in Teilen Europas, eine Windflaute mit einem damit verbundenen verstĂ€rkten Einsatz von Erdgas zur Stromerzeugung und ein niedriger FĂŒllstand der Gasspeicher einen Höhenflug beim Gaspreis ausgelöst.

An den RohstoffmĂ€rkten wird derzeit auf ein Ende des Ukraine-Kriegs spekuliert und damit auf ein Ende der Sanktionen gegen Russland. Dies hat zuletzt auch den Gaspreis nach unten gedrĂŒckt, weil zumindest ein Teil der verlorenen Lieferungen aus Russland zurĂŒckkehren könnte. Obwohl sich mögliche Friedensverhandlungen ĂŒber Monate hinziehen könnten, habe die Möglichkeit höherer Gaslieferungen den AbwĂ€rtsdruck auf die Preise erhöht, heißt es von Marktbeobachtern.

Als weiterer Grund fĂŒr den deutlichen PreisrĂŒckgang gelten Spekulationen, dass Deutschland eine Ausnahmeregel bei vorgeschriebenen Zielen fĂŒr die Gasreserven anstrebt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf Insider berichtet, dass Deutschland im kommenden November nicht erneut einen FĂŒllstand von 90 Prozent umsetzen will.

In diesem Jahr sind die FĂŒllstĂ€nde in den deutschen Gasspeichern deutlich geringer als im vergangenen Jahr. Zuletzt hatte auch die Erwartung den Gaspreis nach oben getrieben, dass in den Sommermonaten mit einer weiter erhöhten Nachfrage nach Erdgas zum AuffĂŒllen der Reserven zu rechnen sei.

Wie aus jĂŒngsten Daten des europĂ€ischen Gasspeicherverbands GIE hervorgeht, lag der GesamtfĂŒllstand der Erdgasspeicher in Deutschland am 12. Februar bei knapp 46 Prozent. Zu Beginn des Jahres waren die deutschen Speicher noch zu knapp 80 Prozent gefĂŒllt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte der FĂŒllstand etwa 72 Prozent betragen.

@ dpa.de