Ergebnisse, Produktion/Absatz

FĂŒnf Menschen sterben, viele Verletzte

05.01.2024 - 21:34:22 | dpa.de

Ein Feuer in einer Klinik in der niedersĂ€chsischen Stadt Uelzen hat mindestens fĂŒnf Menschen das Leben gekostet.

Drei der Opfer kamen in dem Klinikum ums Leben, ein weiterer Mensch wurde zunĂ€chst in ein anderes Krankenhaus gebracht und starb dort. Am Freitagabend meldete die Polizei dann ein fĂŒnftes Todesopfer. Es handelte sich um einen weiteren Patienten, der ebenfalls zunĂ€chst in eine andere Klinik verlegt und dann dort an lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen gestorben war, wie ein Polizeisprecher sagte. Alle Opfer seien Patientinnen und Patienten, teilten die Helios Kliniken Schwerin GmbH und die Polizei mit. Zum Alter und Geschlecht der Toten wurden keine Angaben gemacht.

Die Polizei sprach zudem von einer zweistelligen Zahl von Verletzten, nach Angaben des Klinikums der Fresenius-Tochter DE0005785604 wurden sechs Menschen schwer sowie 16 weitere leicht und mittelschwer verletzt. Die Ursache des Feuers war zunÀchst unklar.

Das Feuer war am spĂ€ten Donnerstagabend im dritten Stock der Klinik ausgebrochen und griff auf mehrere Patientenzimmer ĂŒber. Betroffen war die Station 3.4 fĂŒr Innere Medizin, Kardiologie, Pulmologie und Angiologie. Das Klinikum Uelzen sei ein Grundversorger mit 303 Betten, sagte ein Sprecher des niedersĂ€chsischen Gesundheitsministeriums.

Rauchvergiftungen und Brandwunden

Als die RettungskrĂ€fte eintrafen, waren Flammen und starker Rauch sichtbar und Hilferufe zu hören, wie die Polizei mitteilte. Feuerwehr und Polizei retteten mehrere Patienten aus ihren Zimmern, teils ĂŒber Leitern. Etwa 140 RettungskrĂ€fte waren im Einsatz, wie ein Sprecher der Feuerwehr in der Nacht sagte. Die Verletzten erlitten Rauchvergiftungen und Brandwunden. Das Feuer wurde gelöscht.

"Wir sind tief bestĂŒrzt, unser MitgefĂŒhl und unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen und bei den verletzten Patienten", sagte ein Sprecher des Klinikums. Mehrere Stationen des Klinikums seien vorerst nicht nutzbar. Rund 50 Patientinnen und Patienten sollten daher in umliegende KrankenhĂ€user verlegt werden. Bis einschließlich 12. Januar zudem keine Patienten aufgenommen werden, auch in der Notaufnahme könne derzeit niemand behandelt werden.

Der Brand in dem Krankenhaus sei ein "tragisches und schockierendes Ereignis", sagte ein Ministeriumssprecher. Das schnelle Eingreifen der Retter habe "noch Schlimmeres verhindert". Höchste PrioritĂ€t habe es, die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Uelzens BĂŒrgermeister JĂŒrgen Markwardt Ă€ußerte sich "zutiefst erschĂŒttert". Der parteilose Politiker betonte, die BeschĂ€ftigten des Klinikums und die Retter hĂ€tten "ĂŒberragende Arbeit geleistet, um Menschen in schwierigster und lebensbedrohlicher Situation zu helfen".

PatientschĂŒtzer fordern besseren Schutz

PatientenschĂŒtzer forderten nach dem Brand in Uelzen Sprinkleranlagen in Kliniken. SelbststĂ€ndige Löschanlagen mĂŒssten in jedem Patienten- und Personalzimmer gesetzlich vorgeschrieben werden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Sogar MöbelhĂ€user und Lagerhallen verfĂŒgen hierzulande ĂŒber einen besseren Brandschutzstandard als KrankenhĂ€user."

BrĂ€nde in Kliniken hĂ€tten deutlich zugenommen, die Brandschutzregelungen in den rund 1900 KrankenhĂ€usern in Deutschland stießen an Grenzen, betonte er: "Schließlich können sich die meisten Patienten nicht selbst retten. Auch riechen schlafende Menschen den Brandrauch nicht." Nach Angaben der niedersĂ€chsischen Krankenhausgesellschaft halten sich die Kliniken an die Anforderungen des Brandschutzes, die in der Bauordnung festgehalten seien.

Nach ersten SchÀtzungen der Polizei könnte der Gesamtschaden des Feuers in der Klinik bei mehr als einer Million Euro liegen. Ein Brandgutachter sollte beauftragt werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

So schÀtzen die Börsenprofis Ergebnisse Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Ergebnisse Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
DE0005785604 | ERGEBNISSE | boerse | 64538580 |