Abschreibungen drĂŒcken Douglas tief in Verlustzone - Aktie fĂ€llt
04.05.2026 - 10:57:05 | dpa.deFĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025/26 zeigte sich das Management nun pessimistischer. Bei den Anlegern kam das gar nicht gut an.
FĂŒr die Aktie ging es am Montag zuletzt um rund fĂŒnf Prozent abwĂ€rts. Die Papiere notierten damit am unteren Ende im Kleinwerteindex SDax DE0009653386. Seit Jahresbeginn hat die Aktie ĂŒber ein FĂŒnftel an Wert eingebĂŒĂt.
FĂŒr Henrik Paganetty vom Investmenthaus Jefferies sind die vorlĂ€ufigen Quartalszahlen hinter den KonsensschĂ€tzungen zurĂŒckgeblieben, wobei erhebliche Wertminderungen zum hohen Nettoverlust gefĂŒhrt hĂ€tten. Zudem habe die ParfĂŒmeriekette ihre Ziele fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025/26 angesichts einer schwachen Konsumentenstimmung im Euroraum reduziert. Der Experte senkte seine Prognosen fĂŒr das Brutto- und Nettoergebnis. Auch Adam Cochrane von Deutsche Bank Research verwies auf die hohe Wertminderung und die vorsichtigeren Aussagen zum Umsatz im GeschĂ€ftsjahr.
Der Nettoverlust fĂŒr die drei Monate per Ende MĂ€rz dĂŒrfte sich auf einen hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbetrag belaufen, teilte das Unternehmen bereits am Donnerstagabend vor dem langen Wochenende in DĂŒsseldorf mit. Analysten haben Douglas zufolge bislang ein Minus von lediglich neun Millionen Euro auf dem Zettel.
Verantwortlich fĂŒr den Verlust sind Abschreibungen auf französische GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten, den Onlineshop Parfumdreams sowie die Luxus-Tochter Niche Beauty im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dazu kĂ€men weitere Wertberichtigungen mit einem niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.
Vor allem in Europa zeigten sich die Verbraucher vorsichtig. Im zweiten Quartal hÀtten sich die Wachstumsraten in den reifen europÀischen MÀrkten verlangsamt, so Douglas. Zugleich legten die Konsumenten einen stÀrkeren Fokus auf Preis und Aktionen. Der Umsatz stieg vorlÀufigen Zahlen zufolge um 1,1 Prozent auf 949,7 Millionen Euro. Dagegen sank das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro, was einer Marge von 12,2 Prozent entspricht, nach 13,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Im laufenden GeschÀftsjahr 2025/26 wird der Umsatz nun am unteren Ende der Spanne von 4,65 bis 4,8 Milliarden Euro erwartet. Die bereinigte operative Marge (Ebitda) sieht das Unternehmen nun bei rund 16,0 Prozent. Zuvor hatte das Management rund 16,5 Prozent in Aussicht gestellt.
"Der Markt, in dem wir aktiv sind, hat sich fundamental verÀndert und stabilisiert sich nun auf einem neuen Niveau", sagte Konzernchef Sander van der Laan laut Mitteilung. Zugleich leidet das Konsumklima weiterhin unter der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheit. "In diesem Umfeld liegt unser Fokus kurz- und mittelfristig klar auf unserem Omnichannel-Modell, auf Differenzierung, und auf profitablem Wachstum."
Douglas will daher seine Strategie "nachschĂ€rfen" und die Umsetzung der dazugehörigen Initiativen beschleunigen. "Diese MaĂnahmen sind keine kurzfristigen Reaktionen auf das Umfeld, sondern bewusste Investitionen in unser GeschĂ€ftsmodell, mit dem wir nachhaltig profitabel wachsen werden", so van der Laan. Zudem achte das Unternehmen auf strikte Kostendisziplin.
Douglas will die ausfĂŒhrlichen Zahlen zum zweiten Quartal am 12. Mai vorlegen.
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