Boomer, LĂŒcke

Boomer hinterlassen riesige LĂŒcke bei den ArbeitskrĂ€ften

03.09.2025 - 09:33:45

Ein knappes Drittel aller ArbeitskrÀfte in Deutschland wird in den kommenden 14 Jahren in den Ruhestand wechseln.

Auf der Grundlage des Mikrozensus aus dem vergangenen Jahr schÀtzt das Statistische Bundesamt, dass 13,4 Millionen Erwerbspersonen bis 2039 das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreichen.

"JĂŒngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmĂ€ĂŸig nicht ersetzen können", stellt das Amt fest. Das liegt schon an der schieren GrĂ¶ĂŸe der JahrgĂ€nge, die aktuell noch den Arbeitsmarkt beherrschen. Trotz bereits abnehmender Erwerbsquote im Alter waren im vergangenen Jahr 10,0 Millionen Erwerbspersonen im Alter zwischen 55 und 64 Jahre alt. Ihre potenziellen Nachfolger im Alter zwischen 45 und 54 Jahren zĂ€hlen 9,3 Millionen.

Boomer bleiben lÀnger im Job

Die Boomer bleiben lĂ€nger im Job, was dem befĂŒrchteten ArbeitskrĂ€ftemangel zumindest kurzfristig entgegenwirken könnte. Der Statistik zufolge ist die ErwerbstĂ€tigenquote von Ă€lteren Menschen in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen: WĂ€hrend 2014 knapp zwei Drittel (65 Prozent) der 55- bis 64-JĂ€hrigen einer ErwerbstĂ€tigkeit nachging, waren es 2024 bereits drei Viertel (75 Prozent).

Weil gleichzeitig das Renteneintrittsalter schrittweise hochgesetzt wurde, gehen trotzdem immer noch viele Menschen in den vorzeitigen Ruhestand. Im Alter von 65 Jahren arbeiteten im vergangenen Jahr noch ein gutes Drittel (33,6 Prozent) des Jahrgangs. Bei den 60-JĂ€hrigen waren es hingegen noch fast 80 Prozent. Als GrĂŒnde fĂŒr den vorzeitigen Renteneintritt nennen die Statistiker gesundheitliche Probleme, den Wunsch nach mehr Freizeit oder auch den vollen Rentenanspruch nach 45 Beitragsjahren.

@ dpa.de