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AKTIE IM FOKUS: Gerresheimer mit Befreiungsschlag - GeschĂ€ftsausblick ĂŒberzeugt

22.02.2024 - 12:08:47

Ein laut AnalysteneinschÀtzung "ermutigender Ausblick" von Gerresheimer DE000A0LD6E6 hat den Aktienkurs des Spezialverpackungsherstellers am Donnerstagmorgen mÀchtig angetrieben.

Sie belegten den ersten Platz im Index der mittelgroßen Werte, dem MDax DE0008467416.

Mit einem Kursprung um 13,6 Prozent auf 102,20 Euro brachen die Papiere aus der Spanne von etwa 85 bis gut 95 Euro aus, in der sie sich seit November ĂŒberwiegend bewegt hatten.

Der Unternehmensausblick fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 (per Ende November) sei nicht so schlecht wie befĂŒrchtet und die Prognosen fĂŒr 2025 signalisierten eine starke Beschleunigung, schrieb Analyst David Adlington von der Bank JPMorgan in einer ersten Reaktion.

Gerresheimer-Chef Dietmar Siemssen stellt fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 ein Umsatzplus aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurseffekte und Zu- und VerkĂ€ufe von Unternehmensteilen - von 5 bis 10 Prozent in Aussicht. Das operative Ergebnis soll organisch 430 bis 450 Millionen Euro erreichen.

Der Lagerabbau durch Kunden aus der Pharmabranche und die praktisch entfallenden Covid-Erlöse mit InjektionsflĂ€schchen werde vor allem zu Beginn des noch jungen GeschĂ€ftsjahres zu spĂŒren sein, sagte Finanzchef Bernd Metzner der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Diese Effekte herausgerechnet sei die Dynamik aber weiter gut, was im zweiten Halbjahr zu sehen sein dĂŒrfte.

Mittelfristig soll das Wachstum daher auch wieder anziehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das profitable GeschĂ€ft rund um empfindliche biopharmazeutische Medikamente, die spezielle Verpackungen benötigen. Und auch das GeschĂ€ft mit Verpackungen, Spritzen und Auto-Injektoren fĂŒr GLP-1 Medikamente nimmt weiter Fahrt auf. Diese Diabetes- und Abnehmmedikamente boomen aktuell, vor allem in den USA.

Vor diesem Hintergrund peilt Gerresheimer 2025 ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von 10 bis 15 Prozent an, bei einer bereinigten operativen Marge von mindestens 22 Prozent. Mittelfristig werden ein Umsatzplus von mindestens 10 Prozent angestrebt sowie eine Marge von 23 bis 25 Prozent.

Analyst James Vane-Tempest vom Investmenthaus Jefferies zeigte sich vom mittelfristigen Ausblick ĂŒberzeugt. Die Gewinnerwartungen des Marktes fĂŒr 2025 dĂŒrften steigen, schrieb er in einer Studie.

Mit dem Kurssprung vom Donnerstag nÀhern sich die Gerresheimer-Anteilsscheine auch wieder ein wenig ihrem Rekordhoch von fast 123 Euro aus dem September 2023. Das hatten sich auch im Zuge der GLP-1-Euphorie erreicht, bevor die Folgen des Lagerbestandsabbaus durch Pharmahersteller der guten Laune einen DÀmpfer verpassten.

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