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AKTIE IM FOKUS: Ausblick setzt Cancom unter Druck - Aktie auf November-Tief

31.03.2025 - 12:08:45 | dpa.de

Ein mit EnttĂ€uschung aufgenommener Ausblick auf das laufende Jahr hat die Aktie von Cancom DE0005419105 am Montag zurĂŒck auf den tiefsten Stand seit dem 12.

November geschickt. Dieses Datum dĂŒrfte den AktionĂ€ren noch schmerzhaft in Erinnerung sein, denn vor rund viereinhalb Monaten hatte der IT-Dienstleister bereits mit zusammengestrichenen Jahreszielen fĂŒr 2024 schockiert. Die Aktie war damals um zeitweise fast 17 Prozent auf 21,22 Euro und damit das Niveau vom Januar 2017 abgesackt.

Nun ging es zum Wochenstart um 15,1 Prozent auf 22,44 Euro nach unten. Die Erholung seit Jahresbeginn, in der das Papier Anfang MĂ€rz noch ĂŒber 29 Euro gestiegen war, ist Geschichte. SĂ€mtliche Trendlinien, von der kurzfristigen 21-Tage-Linie ĂŒber die 50-Tage-Linie fĂŒr den mittelfristigen Trend bis hin zum langfristigen, wurden nach unten hin gerissen. Charttechnisch sieht es wieder trĂŒb aus fĂŒr das Papier.

Analyst Armin Kremser von der DZ Bank geht nach den schwĂ€cher als erwartet ausgefallenen Zielen von Cancom fĂŒr 2025 von "negativen Auswirkungen auf den Konsens" aus. Die durchschnittlichen AnalystenschĂ€tzungen dĂŒrften also nach unten korrigiert werden.

Bisher rechneten Analysten im Durchschnitt fĂŒr Cancom bisher mit einem Umsatz von 1,78 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 127,3 Millionen Euro. Die Prognosen des SDax DE0009653386-Konzerns aber liegen in der Mitte der Spannen bei 1,775 Milliarden Euro fĂŒr die Erlöse und bei 122,5 Millionen Euro fĂŒr das Ebitda. Die Stimmung fĂŒr Cancom dĂŒrfte entsprechend weiter "gedĂ€mpft bleiben, da der Ausblick fĂŒr die Investoren abermals eine EnttĂ€uschung darstellt", so Analyst Kremser.

Jefferies-Analyst Martin Comtesse sprach indes nur von einem "vorsichtigen Ausblick", der denen der Branchenkollegen entspreche. Dabei wies er auf das fortgesetzt schwache gesamtwirtschaftliche Umfeld hin und - vor dem Hintergrund der US-Zölle - auf die InvestitionszurĂŒckhaltung der Kunden aus dem Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen. "Das kommt noch hinzu zu dem bereits erwarteten langsameren Start an AuftrĂ€gen aus dem Bereich der öffentlichen Hand, bis eine neue Regierung in Deutschland steht", sagte er.

Mit Blick auf die anstehende Telefonkonferenz zu den endgĂŒltigen Jahreszahlen und dem Ausblick werde wohl die Erwartung des Managements ĂŒber die Entwicklung des öffentlichen Sektors im Fokus stehen, glaubt Kremser. Wann dĂŒrften aus dem Bundeshaushalt wieder verstĂ€rkt Abrufe fĂŒr IT-Investitionen erfolgen und welchen Einfluss werde das neue deutsche Infrastrukturprogramm mittelfristig auf Cancom haben, sollten zentrale Fragen sein.

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