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Verletzte im Ryanair-Flugzeug - SchĂ€den im SĂŒden

05.06.2025 - 14:54:22 | dpa.de

Ein Unwetter in SĂŒddeutschland hat eine Passagiermaschine in schwere Turbulenzen gebracht und zu einer ungeplanten Landung am Flughafen Memmingen gezwungen.

Wegen acht verletzter Menschen an Bord musste die Maschine am Mittwochabend eine Sicherheitslandung im UnterallgĂ€u einlegen. Auch andernorts hatte das Unwetter ĂŒble Folgen: Im nahe gelegenen Ulm etwa machte es gleich mehrere HĂ€user unbewohnbar - möglicherweise handelte es sich dabei um einen Tornado.

Laut Polizei handelte es sich bei der außerplanmĂ€ĂŸig gelandeten Maschine um einen Ryanair-Flieger IE00BYTBXV33 mit 179 Passagieren und 6 Crew-Mitgliedern, der von Berlin nach Mailand unterwegs war. Er geriet wĂ€hrend des Flugs gegen 20.25 Uhr in derart heftige Turbulenzen, dass sieben Passagiere und ein Besatzungsmitglied verletzt wurden. Drei von ihnen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus: Ein zweijĂ€hriges Kind trug Prellungen davon, eine Frau eine Kopfplatzwunde, eine andere Passagierin klagte ĂŒber RĂŒckenschmerzen. ZunĂ€chst war von neun Verletzten die Rede gewesen.

Wie ein Ryanair-Sprecher mitteilte, wurde das Flugzeug wegen der Turbulenzen nach Memmingen umgeleitet. Der KapitĂ€n habe zudem medizinische Hilfe angefordert und die Maschine sei dann planmĂ€ĂŸig gelandet. Die meisten Passagiere reisten demnach noch in der Nacht mit Bussen weiter nach Mailand. Am Morgen habe es zudem einen Ersatzflug gegeben, hieß es. Das Luftamt SĂŒdbayern hatte in der Nacht einen Weiterflug der Maschine laut Polizei nicht genehmigt.

Windhose oder Tornado?

Auch sonst hatten EinsatzkrĂ€fte in der Nacht viel zu tun: In Baden-WĂŒrttemberg beschĂ€digte das Unwetter mehrere HĂ€user in Ulm. Im Stadtteil Donaustetten seien die DĂ€cher mehrerer ReihenhĂ€user abgedeckt worden, so dass diese nicht mehr bewohnbar seien, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzte gebe es nicht. Die Feuerwehr gehe von einer "kleinen Windhose" aus, die durch zwei bis drei StraßenzĂŒge gezogen sei. Sie berief sich auf Augenzeugenberichte.

Dies hĂ€lt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach fĂŒr möglich. Ein zumindest kurzlebiger Tornado könne nicht ausgeschlossen werden, sagte DWD-Meteorologe Adrian Leyser Sturm. "Einzig eine Schadensanalyse vor Ort kann Aufschluss darĂŒber geben. Die Begutachtung und die abschließende EinschĂ€tzung wird wahrscheinlich in den nĂ€chsten Tagen erfolgen." Ein Tornado ist laut DWD eine LuftsĂ€ule mit Bodenkontakt, die unter einer Quellwolke um eine tendenziell senkrecht orientierte Achse rotiert.

Aufgrund der zum Teil heftigen Gewitter rĂŒckten Polizei und Feuerwehr in Bayern zu rund 200 EinsĂ€tzen. Nach Angaben der PolizeiprĂ€sidien waren die KrĂ€fte vor allem wegen umgeknickter BĂ€ume und vollgelaufener Keller im Einsatz. Betroffen waren demnach das nördliche Oberbayern, Niederbayern, die Oberpfalz und Schwaben.

In Manching bei Ingolstadt stieß ein Fahrradfahrer laut Verkehrspolizei am Mittwochabend gegen einen ĂŒber der Straße hĂ€ngenden Baum, der durch das Unwetter umgeknickt war. Der 61-JĂ€hrige stĂŒrzte demnach vom Rad und verletzte sich mittelschwer. Auf der Autobahn 8 in Richtung MĂŒnchen wurde ein Mensch laut PolizeiprĂ€sidium Oberbayern Nord bei einem Unfall in Folge von Aquaplaning leicht verletzt.

Auch im benachbarten Tschechien waren die Folgen der Unwetter zu spĂŒren. Die Feuerwehren rĂŒckten zu fast 500 EinsĂ€tzen aus, wie ein Sprecher mitteilte. EinsatzkrĂ€fte rĂ€umten umgestĂŒrzte BĂ€ume von Straßen und Gleisen und pumpten Regenwasser aus Kellern ab. Mehr als 70.000 Haushalte waren vorĂŒbergehend ohne Strom. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes CHMU fielen vereinzelt Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern.

Unwetter auch am Donnerstag möglich

FĂŒr heute erwartet der DWD im Nordwesten Deutschlands Schauer mit kurzen Gewittern und Starkregen. Auch kleinkörniger Hagel und stĂŒrmische Böen seien möglich. Im Laufe des Nachmittags soll es krĂ€ftigere Gewitter und - von der Mitte bis in den Osten Deutschlands - lokal auch Starkregen mit 20 Litern pro Quadratmeter geben. Auch vereinzelte Unwetter mit Hagelkörnern mit einer GrĂ¶ĂŸe von etwa zwei Zentimetern sind laut DWD nicht auszuschließen.

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