DAVOSROUNDUP, Treffen

DAVOS/ ROUNDUP: Wohl kein Treffen zwischen Merz und Trump in Davos

21.01.2026 - 13:04:06 | dpa.de

Ein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhofftes Treffen mit US-PrÀsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos kommt voraussichtlich nicht zustande.

Grund dafĂŒr sei die "verspĂ€tete Ankunft des US-PrĂ€sidenten", hieß es aus deutschen Regierungskreisen.

Die Regierungsmaschine des US-PrĂ€sidenten hatte aufgrund technischer Probleme am spĂ€ten Dienstagabend (Ortszeit) kurz nach dem Start in Richtung der Schweiz kehrt gemacht und zurĂŒck zum MilitĂ€rflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington fliegen mĂŒssen. Die Besatzung der Air Force One habe ein "kleines elektrisches Problem" festgestellt, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt den mitreisenden Journalisten mit.

Er setzte spĂ€ter die Reise nach ZĂŒrich mit der kleineren Air Force One - einer Boeing 757 - fort. Diese landete aber deutlich spĂ€ter in der Schweiz als geplant. Nach der Landung wollte Trump weiter nach Davos reisen, wo er am Nachmittag eine Rede hĂ€lt - angesetzt war diese ursprĂŒnglich fĂŒr 14.30 Uhr.

Merz hatte mit Trump-Treffen gerechnet

Merz hatte vor allem wegen Trumps BesitzansprĂŒchen auf die Arktisinsel Grönland auf ein Treffen mit dem US-PrĂ€sidenten gesetzt. Am Montag machte er deutlich, dass er auf dem Weltwirtschaftsforum am Mittwoch mit Trump sprechen wolle.

"Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natĂŒrlich auch unsere europĂ€ischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schĂŒtzen", sagte Merz. Es werde sicherlich eine Gelegenheit fĂŒr ein Treffen geben. Merz machte deutlich, dass er die Sorge um militĂ€rische Sicherheit Grönlands in der lĂ€ngeren Perspektive ernst nehme. Der Kanzler wies darauf aber auch hin, dass die USA einmal selbst ĂŒber 30.000 Soldaten auf Grönland hatten.

"Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht heißt, dass sie nicht wieder grĂ¶ĂŸer werden könnte", sagte der Kanzler. Trump will, dass die USA die Arktisinsel von DĂ€nemark ĂŒbernehmen und verweist auf Sicherheitsinteressen.

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