AKTIE IM FOKUS: Schwache Elektroniksparte setzt Merck-Kurs unter Druck
07.08.2025 - 10:08:29 | dpa.deDie Papiere des Pharma- und Elektronikkonzerns fielen auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2020. Zuletzt betrug der Abschlag knapp vier Prozent auf 101,50 Euro. Damit bleibt die Aktie im AbwÀrtstrend, der nach einem Rekordhoch von gut 231 Euro Ende 2021 begonnen hatte.
Die Dollar-SchwĂ€che sorgte bei Merck fĂŒr ein unerwartet schwaches zweites Quartal. Der Umsatz ging um knapp zwei Prozent auf 5,26 Milliarden Euro zurĂŒck. Konzernchefin Belen Garijo wurde mit der Prognose fĂŒr den Umsatz in diesem Jahr vorsichtiger: Der Erlös soll nun bei 20,5 bis 21,7 Milliarden Euro herauskommen statt wie zuvor bei 20,9 bis 22,4 Milliarden Euro.
Analyst Richard Vosser von der Bank JPMorgan verwies darauf, dass der Umsatz in der Elektroniksparte um fĂŒnf Prozent hinter der Markterwartung zurĂŒckgeblieben sei. Das operative Ergebnis (Ebitda) habe die KonsensschĂ€tzung in diesem Segment sogar um 43 Prozent unterboten. Hierzu beigetragen hĂ€tten auch einmalige RĂŒckstellungen von geschĂ€tzten 60 Millionen Euro.
Das könne am Markt EnttĂ€uschung ausgelöst haben, schrieb der Experte. Mit Blick nach vorn zeigte sich Vosser aber zuversichtlich, vor allem weil die GeschĂ€fte in der Pharmasparte und im Laborbereich gut liefen. Das untermauere auch die aktuellen KonsensschĂ€tzungen fĂŒr Merck.
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