Ukraine-Hilfe, Leyen

Ukraine-Hilfe: Von der Leyen nennt drei Optionen fĂŒr EU

13.11.2025 - 10:46:58 | dpa.de

Einigt sich die EU nicht auf die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte fĂŒr die Ukraine, bleiben nach Ansicht der EU-Kommission nur weniger wirksame Finanzierungswege.

"Option eins besteht darin, HaushaltsspielrĂ€ume zu nutzen, um Geld auf den KapitalmĂ€rkten zu beschaffen", sagte KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen in einer Rede im Europaparlament in BrĂŒssel. Option zwei sei, dass Mitgliedstaaten das erforderliche Kapital fĂŒr Finanzhilfen selbst bereitstellten.

Am effektivsten fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Ukraine sei aber die Möglichkeit, die in der EU festgesetzten russischen Vermögenswerte fĂŒr einen Milliardenkredit an das Land zu nutzen. "So können wir Russland am eindeutigsten zu verstehen geben, dass es nicht auf Zeit spielen kann", sagte von der Leyen.

Vorhaben von Kanzler Merz vorangetrieben

FĂŒr die militĂ€rische und finanzielle UnterstĂŒtzung der Ukraine wird in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich ein dreistelliger Milliardenbetrag benötigt. Die EU ringt seit Monaten um einen Weg, wie sie dafĂŒr eingefrorenes russisches Geld nutzen kann.

Vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) von der Leyen hatten das Vorhaben zur Verwendung von in der EU festgesetztem Geld der russischen Zentralbank vorangetrieben. Konkret sehen die PlĂ€ne vor, der Ukraine auf dieser Grundlage Darlehen in Höhe von bis zu 140 Milliarden Euro zu geben. Russland soll das Geld nur dann zurĂŒckbekommen, wenn es nach einem Ende seines Angriffskriegs gegen die Ukraine Reparationszahlungen leistet. FĂŒr den Fall, dass das eingefrorene russische Geld unerwartet wieder freigegeben werden mĂŒsste, sollen die EU-Staaten Garantien leisten.

Belgien bislang skeptisch

Eine Einigung in der Frage scheitert in der EU bislang an Belgien, das in den bisherigen PlĂ€nen erhebliche Rechtsrisiken und auch negative Konsequenzen fĂŒr noch in Russland tĂ€tige europĂ€ische Unternehmen sieht. Das deutsche Nachbarland ist ein zentraler Akteur in der Frage, weil die russischen Gelder dort derzeit von dem Unternehmen Euroclear verwaltet werden. Belgien hatte beim letzten EU-Gipfel durchgesetzt, dass die Kommission andere Optionen zumindest benennt.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68352971 |