Electro Optic Systems: 5,7 Millionen AUD für Slinger
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 07:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Electro Optic Systems (EOS) sichert sich einen zentralen Platz in der australischen Verteidigungsstrategie. Ein neuer Millionenauftrag beschleunigt die Entwicklung mobiler Abwehrsysteme gegen Drohnen. Damit reagiert das Unternehmen auf die weltweit steigende Nachfrage nach spezialisierter Rüstungstechnik.
Milliarden für den Schutz des Luftraums
Die australische Regierung stellt über das Förderprogramm ASCA rund 5,7 Millionen AUD bereit. Diese Mittel fließen direkt in die Weiterentwicklung des „Slinger“-Systems. Insgesamt umfasst das Projekt mittlerweile ein Investitionsvolumen von 37,4 Millionen AUD.
Die Hardware wiegt weniger als 400 Kilogramm und nutzt eine moderne 30-mm-Kanone. Sensoren und Radar ermöglichen es, Drohnen in über 800 Metern Entfernung präzise zu bekämpfen. Der aktuelle Vertrag soll das System nun zur Serienreife führen.
Australien investiert derweil massiv in die Modernisierung seiner Streitkräfte. Das Verteidigungsministerium plant, in den nächsten zehn Jahren sieben Milliarden AUD für die Drohnenabwehr auszugeben. Das Land orientiert sich dabei an NATO-Standards und strebt ein Budget von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts an.
Laser-Technologie als Export-Hoffnung
Neben klassischen Abwehrgeschützen setzt EOS auf Hochenergielaser. Das Unternehmen hat den ersten Exportvertrag für eine 100-kW-Laserwaffe unterzeichnet. Die Betriebskosten liegen Schätzungen zufolge bei weniger als zehn Dollar pro Schuss.
Dieses System löst ein wirtschaftliches Problem moderner Kriegführung. Bisher müssen oft teure Raketen gegen billige, massengefertigte Drohnen eingesetzt werden. Die Auslieferung der ersten Laser-Einheiten ist für Mitte 2027 geplant.
Marktreaktion und Kursdaten
Trotz der neuen Aufträge steht der Aktienkurs unter Druck. Das Papier notiert aktuell bei 5,55 Euro. Innerhalb der letzten 30 Tage sank der Wert um rund 5,6 Prozent.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 1,19 Milliarden Euro. Die Aktie zeigt mit einer annualisierten Volatilität von 91 Prozent weiterhin starke Schwankungen. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 44,2 derzeit eine neutrale Marktlage.
EOS bereitet nun den internationalen Rollout seiner autonomen Plattformen vor. Bis zur geplanten Auslieferung der Laser-Technologie bleibt die Skalierung der heimischen Fertigung die wichtigste Aufgabe.
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