Elo: KI schreibt mit an neuer Programmiersprache
24.01.2026 - 19:01:12Ein belgischer Entwickler hat in Rekordzeit eine neue Programmiersprache veröffentlicht – mit einem KI-Modell als Co-Autor. Elo soll Geschäftslogik über verschiedene Systeme hinweg vereinheitlichen.
Das Projekt von Bernard Lambeau und Anthropics Claude Code entstand in nur etwa 24 Stunden gemeinsamer Arbeit. Die Sprache kompiliert in drei gängige Formate: JavaScript, Ruby und SQL. Damit adressiert sie ein Kernproblem moderner Webentwicklung: die oft inkonsistente Umsetzung von Regeln im Frontend, Backend und der Datenbank.
Eine echte Partnerschaft mit KI
Die Entwicklung von Elo begann Ende 2025. Lambeau dokumentierte den Prozess öffentlich und betonte stets die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es gehe nicht darum, dass die KI bloß Code auf Befehl schreibt, sondern dass Mensch und Maschine ihre jeweiligen Stärken einbringen.
KI-Modelle verändern, wie Software entsteht – und die EU hat darauf reagiert. Seit August 2024 gelten neue Regeln zur Nutzung und Kennzeichnung von KI-Systemen. Wer KI entwickelt oder in Produkte integriert (auch Entwickler, die neue Sprachen oder Compiler bauen) muss jetzt Dokumentation, Risikoklassen und Nachweise beachten. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt in klaren Schritten, welche Pflichten auf Entwickler und Anbieter zukommen – inkl. praktischer Checklisten zur Dokumentation und Kennzeichnung. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden herunterladen
Die Sprache richtet sich gezielt an den wachsenden No-Code- und Low-Code-Sektor. Nicht-technische Anwender sollen damit Daten sicher und einfach manipulieren können. Elo setzt auf Einfachheit und Datensicherheit. Alles ist ein Wert, und Datum-, Zeit- und Dauerangaben werden mit intuitiver Syntax direkt unterstützt.
Portabel und praxistauglich
Die zentrale Innovation ist die Portabilität. Ein und derselbe Ausdruck kann Geschäftslogik definieren, die semantisch gleichwertig in verschiedenen Teilen des Anwendungs-Stacks läuft. Das ist besonders wertvoll für E-Commerce-Prozesse, Abonnementlogiken oder Formularvalidierungen.
Die Sprache arbeitet mit Datenschemata, die Eingaben validieren und anpassen können. Dieser Fokus auf Datenintegrität ist für reale Anwendungsfälle entscheidend. Geplant ist zudem die Erweiterung um relationale Algebra – für komplexere Abfragen mit der gleichen portablen Semantik.
KI wird zum Entwicklungspartner
Elo ist Teil eines Trends: Entwickler nutzen fortschrittliche KI-Modelle, um neue Programmierwerkzeuge und sogar ganze Sprachen zu erschaffen. Die Geschwindigkeit und Vollständigkeit des Elo-Projekts markieren hier einen deutlichen Fortschritt.
Ähnliche Initiativen gab es bereits, etwa die Programmiersprache „Rue“ oder Geoffrey Huntleys mit Claude entwickelte Sprache „Cursed“. Diese Projekte signalisieren einen Wandel: Die KI wird vom bloßen Code-Vervollständiger zum integralen Partner in kreativen und architektonischen Phasen.
Was bedeutet das für die Software-Entwicklung?
Die Entstehung KI-mitverfasster Sprachen wirft grundlegende Fragen zur Zukunft des Software-Engineerings auf. Die Rolle der Modelle weitet sich von der Aufgabenautomatisierung hin zur kreativen Kollaboration. Das Partnerschaftsmodell – menschliche Architekturvision plus schnelle KI-Umsetzung – könnte künftig zum Standard werden.
Für Elo hängt der Erfolg nun von der Adoption durch die Entwicklergemeinschaft ab. Entscheidend sind die Robustheit der Compiler und der praktische Nutzen der portablen Logik in echten Anwendungen. Das Projekt ist ein beeindruckender Fall für die Synergie von Mensch und KI.
PS: Wer eine neue Sprache wie Elo mit KI‑Unterstützung baut, sollte Compliance‑Risiken nicht unterschätzen. Unser Gratis‑E‑Book zur EU‑KI‑Verordnung zeigt, wie Sie Kennzeichnungspflichten, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen praxisnah umsetzen – speziell für Entwickler und KMU, die KI‑Systeme einsetzen. Holen Sie sich die Schritt‑für‑Schritt‑Checkliste und vermeiden Sie teure Bußgelder. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI‑Verordnung sichern


