ePA: Elektronische Patientenakte startet in entscheidende Phase
01.03.2026 - 02:21:18 | boerse-global.deDie elektronische Patientenakte (ePA) tritt 2026 in eine neue Entwicklungsstufe ein. Nach der flĂ€chendeckenden EinfĂŒhrung im vergangenen Jahr rĂŒcken nun der funktionale Ausbau und die Akzeptanz in den Praxen in den Fokus. Die PlĂ€ne sind ambitioniert â doch Kritiker sehen weiterhin groĂe HĂŒrden.
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Seit Oktober 2025 sind Arztpraxen und KrankenhĂ€user verpflichtet, die ePA zu nutzen. FĂŒr Versicherte bleibt die Teilnahme freiwillig. Sie können selbst entscheiden, welche ihrer medizinischen Dokumente â wie Befunde oder MedikationsplĂ€ne â in der digitalen Akte gespeichert werden und wer darauf Zugriff erhĂ€lt. Ziel ist eine bessere Vernetzung der Behandlung und weniger Doppeluntersuchungen.
Neue Funktionen sollen Akte attraktiver machen
Die fĂŒr die Telematikinfrastruktur zustĂ€ndige gematik plant fĂŒr dieses Jahr konkrete Erweiterungen. Eine Volltextsuche soll Ărzten helfen, schneller relevante Informationen in der Krankengeschichte zu finden. Zudem wird der digitale Medikationsplan ausgebaut.
Eine neue Push-Benachrichtigung ĂŒber die Krankenkassen-App soll Patienten kĂŒnftig ĂŒber neue EintrĂ€ge oder Zugriffe informieren. Diese Transparenz soll die aktive Nutzung fördern. Die EinfĂŒhrung ist fĂŒr das dritte Quartal 2026 geplant, zunĂ€chst in Testregionen.
Vision 2030: Vom Datenspeicher zum digitalen Begleiter
Die langfristige Strategie des Bundesgesundheitsministeriums geht noch weiter. Die ePA soll zum zentralen Knotenpunkt fĂŒr die Versorgung werden. Ăber sie könnten kĂŒnftig ErsteinschĂ€tzungen, Terminvermittlungen und FacharztĂŒberweisungen laufen.
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Bis 2030 will die Regierung die Zahl aktiver Nutzer von aktuell etwa vier auf 20 Millionen Versicherte steigern. Ein Gesetzentwurf zur Digitalstrategie wird noch in diesem Quartal erwartet. Die gematik soll zudem mehr Befugnisse gegenĂŒber Softwareherstellern erhalten, um die StabilitĂ€t der Systeme zu sichern.
Kritik: Zu unsicher, zu umstÀndlich?
Trotz der PlĂ€ne bleibt die Skepsis groĂ. DatenschĂŒtzer kritisieren weiterhin das Opt-Out-Verfahren, bei dem fĂŒr jeden Versicherten automatisch eine ePA angelegt wird â es sei denn, er widerspricht. Sicherheitsbedenken sind laut Umfragen der Hauptgrund fĂŒr einen solchen Widerspruch.
Auch die Ărzteschaft Ă€uĂert massive Vorbehalte. VerbĂ€nde wie der Hartmannbund monieren instabile Systeme und einen hohen zusĂ€tzlichen Arbeitsaufwand in den Praxen. Viele Patienten wĂŒssten zudem gar nicht, dass fĂŒr sie eine elektronische Akte existiert, oder fĂ€nden die Verwaltung zu kompliziert.
Kann die ePA also ihr Potenzial entfalten? Die neuen Funktionen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Der tatsÀchliche Erfolg wird aber davon abhÀngen, ob die Technik in der Praxis endlich zuverlÀssig lÀuft und das Vertrauen der Patienten gewinnt.
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