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EQS-News: Weltweiter Investitionsboom birgt PrĂ€mienpotenzial fĂŒr die Industrieversicherung von 200 Mrd. USD, gleichzeitig steigt die Risikokonzentration, sagt Swiss Re Institute (deutsch)

Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 14:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Weltweiter Investitionsboom birgt PrĂ€mienpotenzial fĂŒr die Industrieversicherung von 200 Mrd.

USD, gleichzeitig steigt die Risikokonzentration, sagt Swiss Re Institute






   Swiss Re Ltd / Schlagwort(e): Research Update
   Weltweiter Investitionsboom birgt PrĂ€mienpotenzial fĂŒr die
   Industrieversicherung von 200 Mrd. USD, gleichzeitig steigt die
   Risikokonzentration, sagt Swiss Re Institute
   05.09.2026 / 14:00 CET/CEST
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        * Investitionen in KI-Rechenzentren und erneuerbare Energien
       könnten bis 2030 rund 200 Mrd. USD an kumulierten
       IndustrieversicherungsprÀmien generieren
     * Der weltweite Investmentsuperzyklus schafft grössere und
       zunehmend vernetzte Risiken aufgrund stÀrkerer Konzentration
       von Vermögenswerten, rÀumlicher Ballung sowie Lieferketten-
       und InfrastrukturabhÀngigkeiten
     * Technisch versiertes Underwriting, verbesserte Modelle und
       Steuerung von Risikokonzentration und eine weltweite
       Risikoverteilung sind entscheidend, um die nÀchste Generation
       strategischer Infrastruktur zu unterstĂŒtzen



   Monte Carlo, 5. September 2026 - Die Weltwirtschaft erlebt derzeit
   einen Investitionssuperzyklus (CapEx). Deutlich mehr Kapital
   fliesst in Rechenzentren, Energiesysteme und andere strategische
   Infrastruktur und lÀsst die Nachfrage nach Industrieversicherungen
   steigen. Das Swiss Re Institute schÀtzt, dass allein
   KI-Rechenzentren und Infrastruktur fĂŒr erneuerbare Energien
   zwischen 2026 und 2030 rund 200 Mrd. USD an PrÀmien generieren
   könnten. Gleichzeitig schafft der Investitionsboom grössere und
   konzentriertere Risiken, da sich Vermögenswerte regional ballen
   und zunehmend auf gemeinsam genutzte Infrastrukturen und Netzwerke
   angewiesen sind.



   Gianfranco Lot, Chief Underwriting Officer Property & Casualty
   Reinsurance von Swiss Re: «Wir erleben, wie die digitale
   Wirtschaft zur realen Wirtschaft wird. KI benötigt Rechenzentren,
   Stromnetze sowie zunehmend komplexe Infrastruktur - und all das
   muss versichert werden. Daraus ergeben sich Wachstumschancen fĂŒr
   zahlreiche GeschÀftssparten, aber auch erhebliche
   Risikokonzentrationen. Die KapazitÀtsbereitstellung wird davon
   abhÀngen, wie gut wir diese Risiken verstehen und steuern können
   und ob wir fĂŒr die damit verbundenen Extremrisiken vergĂŒtet
   werden.»



   JérÎme Haegeli, Group Chief Economist und Head Swiss Re Institute:
   «Es zeichnet sich eine neue InvestmentÀra ab, und es fliessen noch
   nie da gewesene KapitalbetrÀge in die Infrastruktur, die das
   kĂŒnftige Wirtschaftswachstum treiben wird. Dies fĂŒhrt aber auch zu
   einer Konzentration von Vermögenswerten und schafft neue
   AbhÀngigkeiten von Stromnetzen, Lieferketten und digitalen
   Netzwerken. Versicherung ist unverzichtbar, wenn diese
   Investitionen resilient und finanzierbar sein sollen.»



   KI und Energieversorgung als Treiber einer neuen InvestmentÀra



   Laut der neuesten sigma Studie des Swiss Re Institute, «Time to
   build: Expanding the frontier of insurability for the capex
   super-cycle» treiben KI und Energieinfrastruktur den
   Investitionssuperzyklus. Im Jahr 2026 werden die weltweiten
   Investitionen in die Energieversorgung voraussichtlich
   3,4 Bio. USD erreichen, wobei rund 2,2 Bio. USD in erneuerbare
   Energien, Atomkraft, Stromnetze, Speicherung, emissionsarme
   Treibstoffe, Effizienz und Elektrifizierung fliessen. Gleichzeitig
   ist davon auszugehen, dass die fĂŒnf grössten US-amerikanischen
   Hyperscalers im Jahr 2026 annÀhernd 800 Mrd. USD in KI investieren
   werden, wĂ€hrend die SchĂ€tzungen fĂŒr die weltweiten Investitionen
   in Rechenzentren 1 Bio. USD ĂŒbersteigen.



   Dieses Investitionsausmass verwandelt den IT-Vermögenswert
   Rechenzentrum in strategische Infrastruktur. Der Strombedarf wird
   in Gigawatt gemessen, der Vermögenswert in Milliarden Dollar, und
   der Betrieb ist abhÀngig von ElektrizitÀt, Telekommunikation,
   KĂŒhlsystemen und Cloud-Infrastruktur. Dieser Bedeutungszuwachs
   schafft erheblichen Versicherungsbedarf, aber auch neue
   Risikokonzentrationen.



   Risikokonzentration betrifft nicht nur die geografische Lage



   Der sigma-Bericht identifiziert vier strukturelle Faktoren, durch
   die sich Risiken konzentrieren: grössere individuelle
   Vermögenswerte, geografische Ballungen, AbhÀngigkeiten in den
   Lieferketten sowie gemeinsam genutzte physische und digitale
   Netzwerke. Diese Faktoren können sich gegenseitig verstÀrken.
   Dadurch kann eine einzelne Störung zahlreiche Versicherungsnehmer,
   Sektoren und GeschÀftsbereiche gleichzeitig treffen.



   Der Wiederbeschaffungswert einzelner KI-Rechenzentren
   einschliesslich ihrer IT-Ausstattung kann bis zu 50 Mrd. USD
   betragen. Zudem entstehen Rechenzentren vermehrt dort, wo Strom,
   Bauland, Wasser und Netzanbindung gut verfĂŒgbar sind. Allein auf
   Texas und Virginia entfallen ĂŒber 40% der bestehenden und
   geplanten US- RechenzentrumskapazitÀten. Mehr als ein Viertel der
   gesamten US- KapazitÀt liegt ausserdem in Gebieten, in denen
   jÀhrlich an mindestens drei Tagen mit krÀftigem Hagel zu rechnen
   ist, und rund 40% liegen in Gebieten mit mindestens drei
   Tornadotagen pro Jahr.



   In Asien zeigt sich eine Àhnliche Risikokonzentration in Taiwan,
   wo rund 88% der Fertigungsanlagen fĂŒr Halbleiter in Gebieten mit
   hohem bis sehr hohem Erdbebenrisiko angesiedelt sind. Da Taiwan
   eine zentrale Rolle in der globalen Halbleiterlieferkette spielt,
   kann ein Grossschaden auch erhebliche Folgen fĂŒr nachgelagerte
   Sektoren haben.



   AbhÀngigkeit von spezialisierten Zulieferern stellt ein weiteres
   Risiko dar. FĂŒr kritische Komponenten wie
   Hochspannungstransformatoren können die Lieferzeiten mehrere Jahre
   betragen. Dadurch können sich Projekte verzögern und SchÀden durch
   Betriebsunterbrechungen steigen. Zudem können gemeinsam genutzte
   Strom- und Digitalnetze Störungen auf Firmen ĂŒbertragen, die
   ansonsten nicht miteinander verbunden sind.



   RisikoverstÀndnis erschliesst VersicherungskapazitÀt



   Laut Swiss Re Institute fehlt es nicht an Versicherungskapital.
   Entscheidend ist vielmehr, ob sich dieses auch bei zunehmend
   komplexen Risiken verlĂ€sslich einsetzen lĂ€sst. FĂŒr viele dieser
   grossen Infrastrukturprojekte gibt es noch wenig Erfahrung aus dem
   laufenden Betrieb. Deshalb ist schwer abzuschÀtzen, wie hÀufig
   SchÀden auftreten und wie hoch diese ausfallen können.
   Gleichzeitig können sich Risiken stark konzentrieren und sehr hohe
   SchÀden entstehen. Das erschwert es, Risiken breit zu verteilen
   und VersicherungskapazitÀt bereitzustellen.



   Die Betriebsphase stellt die nĂ€chste Herausforderung fĂŒr die
   Versicherbarkeit dar. Baurisiken sind vergleichsweise gut bekannt.
   Mit der Inbetriebnahme hochwertiger Anlagen steigen jedoch die
   Sach-, Betriebsunterbrechungs- und Haftungsrisiken sowie die
   Risiken durch indirekte Betriebsunterbrechungen. In manchen FĂ€llen
   können die finanziellen Verluste infolge einer
   Betriebsunterbrechung sogar höher ausfallen als der eigentliche
   Sachschaden.



   Von Atomkraft bis Cyber haben sich die VersicherungsmÀrkte immer
   wieder auf neu entstehende Risiken eingestellt. Auch bei der
   grösseren und stÀrker vernetzten Infrastruktur von heute ist es
   entscheidend zu verstehen, wie sich Risiken konzentrieren können.
   Technisch versiertes Underwriting, prÀzisere Modelle und eine
   verbesserte Steuerung von Risikokonzentration helfen dabei,
   Risiken verlÀsslicher einzuschÀtzen. Werden diese Risiken auf
   Versicherer, RĂŒckversicherer und KapitalmĂ€rkte verteilt, verteilen
   sich auch grosse Exponierungen auf mehrere Bilanzen. So bleiben
   grosse Infrastrukturprojekte versicherbar und Investitionen, die
   das kĂŒnftige Wirtschaftswachstum tragen, können unterstĂŒtzt
   werden.




   So erhalten Sie diese «sigma»-Studie:



   Die englischsprachige Version von «sigma» 3/2026, «Time to build:
   Expanding the frontier of insurability for the capex super-cycle»,
   ist in elektronischer Form erhÀltlich. Sie können den Bericht hier
   herunterladen.



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   Bevölkerungen bis zur Cyber-KriminalitÀt. Ziel der Swiss Re Gruppe
   ist es, der Gesellschaft zu helfen, erfolgreich zu sein und
   Fortschritte zu machen, indem sie fĂŒr ihre Kunden neue
   Möglichkeiten und Lösungen entwickelt. Die Swiss Re Gruppe hat
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