Produktion/Absatz, Wettbewerb

Post-Beschwerden erreichen Höchstwert

09.03.2025 - 11:03:28

Es geht um verlorene Briefe und beschÀdigte Pakete: Bei der Bundesnetzagentur sind noch nie so viele Post-Beschwerden DE0005552004 eingegangen wie im vergangenen Jahr.

Wie die Bonner Behörde auf dpa-Anfrage mitteilte, gingen bei ihr 44.406 Eingaben zu MĂ€ngeln der Postversorgung ein und damit 2817 mehr als 2023, also fast sieben Prozent mehr. Der bisherige Höchstwert von 43.125 kritischen Wortmeldungen im Jahr 2022 wurde damit ĂŒbertroffen.

Im Vergleich zu 2021 hat sich das Beschwerde-Level fast verdreifacht (15.118). Damals machten Personalprobleme der Post zu schaffen, weswegen sich die Zustellung von vielen Sendungen verzögerte und der Ärger der Verbraucherinnen und Verbraucher grĂ¶ĂŸer wurde.

Seither ist das Beschwerde-Level hoch geblieben. Die Möglichkeit zur Kritik bezieht sich auf die ganze Post- und Paketbranche, allerdings richteten sich im vergangenen Jahr 89 Prozent der Beschwerden gegen den MarktfĂŒhrer DHL und seine Briefsparte Deutsche Post. Meistens ging es um MĂ€ngel bei der Zustellung, aber auch um andere Themen wie Filialen, die auch innerhalb ihrer eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen waren, oder um BriefkĂ€sten, die seltener geleert werden als frĂŒher.

Der Post-Konzern DHL teilte mit, dass die Anzahl der auf ihn bezogenen Beschwerden im VerhĂ€ltnis zu den 12,2 Milliarden Briefen und 1,8 Milliarden Paketen gering sei. Ein Firmensprecher betonte aber, dass jede Beschwerde eine zu viel sei. "Wir arbeiten tĂ€glich daran, unsere QualitĂ€t zu verbessern und möglichst wenig AnlĂ€sse fĂŒr Beschwerden entstehen zu lassen."

@ dpa.de | DE0005552004 PRODUKTION/ABSATZ