Ethereum, BlackRock

Ethereum: BlackRock verschiebt 8.700 ETH

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 01:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

BlackRock bewegt 8.700 ETH zu Coinbase, während die US-Ethereum-ETF-Zuflussserie nach fünf Tagen reißt. Der Kurs bleibt trotz Abflüssen stabil.

Ethereum: BlackRock transferiert ETH, ETF-Zuflüsse gestoppt
Abstrakte Darstellung der Ethereum-Blockchain-Technologie mit digitalen Elementen, die eine sichere Finanztransaktion symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fünf Tage lang flossen die Gelder in die US-Ethereum-ETFs. Am Donnerstag riss die Serie. Ausgerechnet BlackRock, größter Anbieter am Markt, bewegte am Freitag Millionen von Coins in Richtung Coinbase Prime.

BlackRock schickt 8.700 ETH zu Coinbase

BlackRock transferierte am Freitag insgesamt 8.700 ETH im Wert von rund 15,81 Millionen US-Dollar. Die Coins kamen aus ETF-Wallets des Anbieters und gingen an Coinbase Prime. Der Schritt folgt auf Abflüsse aus dem iShares Ethereum Trust vom Vortag: Dort verließen 7.240 ETH den Fonds, umgerechnet 12,67 Millionen US-Dollar.

Die Zahlen zeigen einen klaren Bruch. Noch in der Vorwoche liefen die Zuflüsse in Ethereum-ETFs rund. Am Donnerstag drehte der gesamte Markt ins Minus, mit einem Nettoabfluss von 52,08 Millionen US-Dollar über alle Fonds hinweg. Der Fidelity Ethereum Fund verzeichnete dabei mit 33,96 Millionen US-Dollar den größten Einzelabfluss.

Kurs bleibt stabil trotz ETF-Rückzug

Der Ethereum-Kurs zeigt sich von den institutionellen Bewegungen bislang unbeeindruckt. Aktuell notiert die Kryptowährung bei 1.783 US-Dollar, ein Plus von 2,35 Prozent binnen 24 Stunden. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 5 Prozent, über 30 Tage sind es fast 9 Prozent.

Der Blick auf die längere Frist relativiert die Erholung allerdings deutlich. Seit Jahresbeginn liegt Ethereum noch immer 40,56 Prozent im Minus, verglichen mit dem Rekordhoch von 4.946 US-Dollar im August 2025 sind es sogar fast 64 Prozent. Der aktuelle Kurs liegt knapp 18 Prozent über dem Jahrestief vom 6. Juni bei 1.512 US-Dollar — die Erholung von dort ist real, bewegt sich aber weiterhin unterhalb wichtiger langfristiger Marken. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 2.239 US-Dollar, gut 20 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Ein Grund für die Stabilität: private Großkäufer springen ein, wo institutionelle ETF-Gelder gerade abfließen. Das Unternehmen Bitmine kaufte in den vergangenen zwei Wochen über 82.000 ETH. Allein am Freitag kamen 40.000 ETH für rund 71 Millionen US-Dollar hinzu.

Analysten von CryptoQuant warnen dennoch vor verfrühtem Optimismus. Die Marktstruktur brauche frisches Kapital über Stablecoin-Zuflüsse, um das positive Momentum zu tragen. Fehle dieses organische Neugeld, drohe in der Konsolidierungszone zwischen 1.500 und 1.850 US-Dollar erhöhte Volatilität.

Glamsterdam-Upgrade als nächster Katalysator

Während die kurzfristigen Kapitalflüsse schwanken, richtet sich der Blick im Ökosystem auf ein technisches Großprojekt. In den kommenden Wochen steht das "Glamsterdam"-Upgrade an. Es soll das Gas-Limit des Netzwerks verdreifachen und die Durchsatzrate auf bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde heben.

Parallel dazu sollen die Transaktionsgebühren um schätzungsweise 78 Prozent sinken. Das Upgrade ist Teil der "Lean Ethereum"-Roadmap, die Mitgründer Vitalik Buterin kürzlich konkretisiert hat. Sie sieht eine Überarbeitung des Protokolls bis 2029 vor — mit Fokus auf Skalierbarkeit, Datenschutz und Quantensicherheit.

Buterin selbst ordnet diese Phase historisch ein. Er bezeichnet sie als dritte große Iteration des Netzwerks, vergleichbar mit dem "Merge" von 2022. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 233 Milliarden US-Dollar bleibt Ethereum weiterhin die zweitgrößte Kryptowährung hinter Bitcoin — die technische Weiterentwicklung dürfte für die kommenden Jahre den strategischen Rahmen liefern, unabhängig von den täglichen ETF-Schwankungen.

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