EU-Förderbank baut Verteidigungsinvestitionen weiter aus
Veröffentlicht am: 12.06.2026 um 14:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"In diesem Jahr sind wir auf Kurs, unser Ziel zu erreichen - und möglicherweise sogar zu ĂŒbertreffen", sagte EIB-PrĂ€sidentin Nadia Calviño der dpa und anderen Mitgliedern des Nachrichtenagentur-Netzwerks European Newsroom (enr) in Luxemburg.
Die Förderbank der EU will fĂŒnf Prozent aller Finanzierungen innerhalb der Staatengemeinschaft fĂŒr den Bereich bereitstellen. Das entspricht nach Angaben der EIB rund 4,5 Milliarden Euro.
"Es ist klar, dass wir in Europa mehr Investitionen in Sicherheit und Verteidigung benötigen", sagte Calviño. "FĂŒr die kommenden Jahre gilt: Wir sind bereit, noch mehr zu tun, um Europas Sicherheits- und VerteidigungsfĂ€higkeiten zu finanzieren", ergĂ€nzte die Spanierin.
Schon 2025 Investitionen erheblich ausgebaut
Als Reaktion auf die geopolitische Lage steckte die nach eigenen Angaben weltgröĂte Förderbank im vergangenen Jahr mit mehr als vier Milliarden Euro viermal mehr Geld in Sicherheit und Verteidigung als zuvor. Das waren fast 5 Prozent aller Finanzierungen der EIB-Gruppe in der EU.
"Der politische Kurswechsel im Bereich Sicherheit und Verteidigung war fĂŒr die EIB-Gruppe ein echter Wendepunkt", sagte Calviño. "Innerhalb von nur wenigen Jahren haben wir die FörderfĂ€higkeit auch auf rein militĂ€rische Projekte ausgeweitet und unterstĂŒtzen Unternehmen sowie Investmentfonds, die in allen Bereichen der Sicherheit und Verteidigung tĂ€tig sind."
Finanzierungsregeln gelockert
Die Bank lockerte seit 2024 ihre Finanzierungsregeln und kann inzwischen auch militĂ€rische AusrĂŒstung, Infrastruktur, Dienstleistungen und Technologie finanzieren. Waffen und Munition bleiben ausgeschlossen.
Die EIB mit Sitz in Luxemburg ist als EU-Institution fĂŒr langfristige Finanzierungen zustĂ€ndig. Die EigentĂŒmer sind die Mitgliedstaaten. Die Bank soll grundsĂ€tzlich Investitionen finanzieren, die zum Erreichen der politischen Ziele der EU beitragen.
