EU-Gebäudepass, Pflichten

EU-Gebäudepass bringt ab 2026 neue Pflichten für Hausbesitzer

23.01.2026 - 23:22:12

Ab Mai 2026 müssen Eigentümer einen digitalen Renovierungspass erstellen lassen. Dieser individuelle Sanierungsfahrplan zeigt den Weg zum Nullemissionsgebäude und erhöht den Modernisierungsdruck.

Ab Mai 2026 müssen Eigentümer in Deutschland für ihre Gebäude einen digitalen Renovierungspass erstellen lassen. Die neue EU-Richtlinie verpflichtet alle Mitgliedstaaten, dieses Instrument einzuführen, um die Sanierung des Gebäudebestands zu beschleunigen. Für Vermieter und Hausbesitzer beginnt damit eine Ära mit mehr Planungspflicht und Transparenz.

Was steckt hinter dem neuen Pass?

Der Gebäuderenovierungspass ist ein individueller Sanierungsfahrplan. Zertifizierte Fachleute erstellen ihn nach einer Vor-Ort-Begutachtung. Er zeigt Eigentümern Schritt für Schritt, wie sie ihr Gebäude zum Nullemissionsgebäude entwickeln können.

Im Gegensatz zum Energieausweis, der nur den Ist-Zustand abbildet, ist der Pass ein strategisches Zukunfts-Werkzeug. Er enthält:
* Konkrete technische Lösungen für mehr Energieeffizienz
* Eine sinnvolle Reihenfolge für Sanierungsmaßnahmen
* Informationen zu verfügbaren Fördermitteln

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In Deutschland existiert mit dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) bereits ein ähnliches Instrument. Neu ist der starke Fokus auf digitale Erstellung und Verwaltung.

Mehr Druck für Vermieter und Eigentümer

Der Pass wird zum zentralen Dokument für die langfristige Instandhaltung. Er schafft Transparenz für anstehende Maßnahmen und deren Finanzierung. Die EU will damit vor allem die 43 Prozent der Wohngebäude mit der schlechtesten Energieeffizienz in Angriff nehmen.

Ziel ist es, den Primärenergieverbrauch aller Wohngebäude bis 2030 um 16 Prozent zu senken. Eine gesetzliche Sanierungspflicht für einzelne Häuser gibt es zwar nicht. Der Druck zur Modernisierung steigt durch die klaren Vorgaben und den verbindlichen Fahrplan aber spürbar.

So läuft die Umsetzung in Deutschland

Die Bundesregierung muss die EU-Vorgaben bis Mai 2026 in nationales Recht gießen. Experten rechnen damit, dass die Regelungen ins Gebäudeenergiegesetz (GEG) integriert werden.

Noch ist unklar, wie streng die Pflichten ausfallen. Muss der Pass bei jedem Verkauf oder Neuvermietung vorgelegt werden? Diese Details wird der deutsche Gesetzgeber festlegen. Sicher ist: Die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft schreitet voran. Der Pass soll als digitaler Gebäudepass alle wichtigen Daten zu Energie, Material und Technik bündeln.

Ein großer Schritt für die Klimaziele

Die Einführung des Passes ist ein zentraler Baustein der EU-Strategie, den Gebäudesektor bis 2050 zu dekarbonisieren. Gebäude sind für einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen verantwortlich.

Branchenverbände sehen in der Standardisierung eine Chance, Effizienzpotenziale zu heben. Entscheidend für die Akzeptanz wird sein, wie aufwändig und teuer die Umsetzung in Deutschland am Ende wird. Klar ist: Der Gebäudepass wird zum Standarddokument im Leben einer Immobilie – und treibt die klimafreundliche Sanierung voran.

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