Leyen, Grönland

Von der Leyen rÀumt ein: zu wenig in Grönland investiert

23.01.2026 - 06:27:41

EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen hat vor dem Hintergrund politischer Spannungen mit den USA Fehler der EuropÀer im Umgang mit Grönland und der Arktis eingerÀumt.

"Wir haben gemeinsam zu wenig in die Arktis und die Sicherheit der Arktis investiert", sagte die deutsche Politikerin nach einem EU-Sondergipfel in BrĂŒssel. Daher sei es jetzt höchste Zeit, einen Gang höher zu schalten.

Von der Leyen Ă€ußerte sich angesichts der jĂŒngsten VerschĂ€rfung des Konflikts mit US-PrĂ€sident Donald Trump, der Grönland am liebsten den Vereinigten Staaten einverleiben wĂŒrde. Als Zwangsmittel hatte der Republikaner dabei zeitweise sogar Strafzölle gegen europĂ€ische Alliierte angedroht, die sich gegen sein Vorhaben stellten. Der Konflikt konnte erst am Mittwochabend bei einem Treffen Trumps mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte anscheinend entschĂ€rft werden.

Mehr Geld, mehr Kooperation und ein Eisbrecher

Trump hatte seinen Besitzanspruch mit sicherheitspolitischen Überlegungen begrĂŒndet. Von der Leyen erklĂ€rte, bei diesen Fragen die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten vertiefen zu wollen, aber auch die mit Großbritannien, Kanada, Norwegen, Island und anderen Partnern. "Das ist zu einer echten geopolitischen Notwendigkeit geworden", sagte sie.

Zudem mĂŒsse insbesondere in arktistaugliche AusrĂŒstung investiert werden, also etwa einen europĂ€ischen Eisbrecher. Im nĂ€chsten EU-Haushalt ab 2028 wolle die Kommission zudem die finanzielle UnterstĂŒtzung fĂŒr Grönland verdoppeln, das zum Hoheitsgebiet DĂ€nemarks gehört. Von der Leyen kĂŒndigte ein "umfangreiches Investitionspaket" an, das BrĂŒssel demnĂ€chst vorstellen wolle.

@ dpa.de