EU-Spitze trifft zu Jahrestag des Ukraine-Kriegs in Kiew ein
24.02.2026 - 07:44:13 | dpa.deVon der Leyen sagte zur Ankunft, der Besuch solle zeigen, dass Europa auch durch diesen harten Winter hindurch finanziell und militĂ€risch unerschĂŒtterlich zur Ukraine stehe.
Costa erklĂ€rte: "Ich möchte dem Mut und der Entschlossenheit des ukrainischen Volkes Tribut zollen, das in diesen vier schrecklichen Jahren der groĂangelegten Invasion Russlands Widerstand geleistet hat, Russland in den Osten des Landes zurĂŒckgedrĂ€ngt hat und weiterhin mit groĂem Mut die Frontlinie verteidigt."
Zugleich wolle er auch der Entschlossenheit der Ukraine Tribut zollen, auf dem Weg in die EU Fortschritte zu machen. "Es ist sehr beeindruckend, wie ein Land im Krieg es schafft, die Reformen umzusetzen, die nötig sind, um im Beitrittsprozess voranzukommen", sagte er.
Ăberschattet wird der Besuch allerdings von einer Blockade neuer Russland-Sanktionen durch Ungarn und die Slowakei. Ungarn hat zudem auch ein Veto gegen eine EU-Entscheidung eingelegt, die wichtige Finanzhilfen fĂŒr die Ukraine ermöglichen soll. Insgesamt geht es dabei um 90 Milliarden Euro, von denen 60 Milliarden Euro konkret fĂŒr den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland bestimmt sind.
EU-Ratschef kritisiert Orban
Ungarn und die Slowakei begrĂŒnden ihre Blockade damit, dass sie ĂŒber die durch die Ukraine fĂŒhrende Druschba-Pipeline derzeit kein russisches Ăl mehr bekommen. Sie werfen der FĂŒhrung in Kiew vor, die Nutzung der durch die Ukraine verlaufenden Leitung absichtlich und aus politischen GrĂŒnden zu blockieren. Nach ukrainischen Angaben sind Ăllieferungen hingegen wegen russischer Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen.
Costa kritisierte zur Ankunft explizit Ungarn wegen der Blockade der Finanzhilfen. Es sei völlig inakzeptabel, wenn ein Mitgliedstaat Vereinbarungen im EuropĂ€ischen Rat - dem Gremium der Staats- und Regierungschefs - nicht respektiere und nicht entsprechend handele, um diese umzusetzen. Konkret verwies er dabei auf die Grundsatzvereinbarung fĂŒr die neuen Ukraine-Hilfen, die bei einem EU-Gipfel am 18. Dezember getroffen worden war.
Von der Leyen und Costa wollen bei dem Besuch in Kiew unter anderem an einer Gedenkzeremonie teilnehmen und sich ein Bild von Zerstörungen durch russische Luftangriffe machen. Zudem sind GesprÀche mit dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant.
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