EU-Minister beraten ĂŒber Ostseefangmengen und Agrarpolitik
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 05:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFische wie Hering und Dorsch, die in der Vergangenheit fĂŒr das Auskommen deutscher Ostseefischer gesorgt haben, dĂŒrfen bereits jetzt nicht mehr gezielt oder nur in Ausnahmen gefangen werden. KĂŒnftig sollen es aus Sicht der EU-Kommission noch weniger sein.
Die Behörde hat vorgeschlagen, die erlaubten Höchstmengen fĂŒr den unbeabsichtigten Beifang von Hering und Dorsch in der westlichen Ostsee weiter zu senken. Eine Ausnahme, die den begrenzten Fang von Westhering mit kleinen Booten und passivem FanggerĂ€t, etwa Stellnetzen, noch ermöglicht, solle zudem wegfallen. Ăberfischung, aber auch Klima- und Umweltfaktoren haben FischbestĂ€nden stark zugesetzt.
Auch Erhöhungen vorgeschlagen
Bei anderen BestĂ€nden schlĂ€gt die EU-Kommission hingegen eine Erhöhung der zulĂ€ssigen Fangmengen vor, etwa bei Sprotte oder östlicheren HeringsbestĂ€nde. Ihre VorschlĂ€ge begrĂŒndet sie mit deren Zustand.
Die Verhandlungen ĂŒber die Fangquoten sind traditionell schwierig, sie ziehen sich oft ĂŒber Stunden bis in die Nacht, manchmal auch in den nĂ€chsten Tag. Grundlage ist eine Vorlage der EU-Kommission, die in erster Linie auf wissenschaftlichen Empfehlungen beruht.
Agrarpolitik soll reformiert werden
Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) und seine Kolleginnen und Kollegen verhandeln auĂerdem ĂŒber die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der kommenden Jahre. Die irische RatsprĂ€sidentschaft möchte bei dem zweitĂ€gigen Treffen eine Einigung ĂŒber verschiedene strittige Punkte erzielen.
